Robin Hack (7.) und Lukas Ullrich (49.) trafen im strömenden Regen für die Borussia, die in der Bundesliga zuletzt nach sechs Niederlagen ihren ersten Sieg gefeiert hatte. Nach der Roten Karte gegen Philipp Sander (39.) wartete ein hartes Stück Arbeit auf die Gladbacher - am Ende übersprangen die Fohlen aber wie schon in der zweiten Runde des Vorjahres die Hürde KSC.
"Wir sind Favorit, und das nehmen wir auch an", hatte Blessin vor dem Spiel gesagt. Der VfL-Coach rotierte kräftig durch, wechselte den zuletzt überragenden Wael Mohya erst in der Schlussphase ein (86.) und brachte im Tor den Gladbach-Debütanten Daniel Batz. Trotz der Umstellungen startete die Borussia nach Wunsch: Der ebenfalls in die erste Elf gerückte Hack schloss einen mustergültigen Konter mit seinem ersten Saisontor ab.
Gladbach blieb nach der Führung zunächst am Drücker, überließ dem KSC aber ab der 25. Minute mehr und mehr das Geschehen - und schwächte sich selbst. Sander stoppte Shio Fukuda als letzter Mann, Schiedsrichter Florian Lechner zeigte Gladbachs Ersatzkapitän nach Ansicht der Bilder Rot. Beim Verlassen des Rasens lief Sander Blut aus dem rechten Auge über die Wange.

Schon vor einem Jahr war die Borussia als Bundesliga-Schlusslicht in der zweiten Runde auf den KSC getroffen (3:1), wie damals hieß es nun nach einer schnellen Führung zur Pause 1:0. Der Vorsprung wackelte aber nach dem Platzverweis bis zum Seitenwechsel gewaltig.
Der gerade eingewechselte Ullrich stellte zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 2:0, als er einen weiteren starken Konter mit einem Gewaltschuss abschloss. Danach verteidigte die Borussia den Vorsprung mit Erfolg - auch weil Karlsruhe wie schon drei Tage zuvor beim 1:6 in der Liga beim 1. FC Magdeburg kaum Durchschlagskraft entwickelte.
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Pokalfluch hält an
Der "ewige" Pokalfluch hat die SV Elversberg auch bei der 13. Teilnahme und der ersten als Bundesligist erwischt. Das Überraschungsteam aus dem Saarland scheiterte beim 0:2 (0:1) in der 2. Runde überaus unglücklich an Zweitliga-Schlusslicht Darmstadt 98 und verpasste abermals den ersten Achtelfinal-Einzug der Vereinsgeschichte.
Ein Traumtor von Lars Kehl (6.) und Milan Smit (56.) ließen die eiskalten Gäste über den dritten Einzug in die Runde der letzten 16 in Serie jubeln. Und über den erst zweiten Auswärtssieg der Saison - neben dem 2:1 in der ersten Pokalrunde in Jena gab es vier Liga-Niederlagen in der Fremde.

Darmstadt wurde gewissermaßen zur Führung gezwungen: Kehl kam für den verletzten Nicolas Verkooijen ins Spiel und trat zwei Minuten später den Freistoß aus 25 Metern zum 1:0 in die linke obere Torecke.
Danach spielte an der Kaiserlinde nur noch Elversberg, doch der Bundesligist vergab Chance um Chance. Das 0:2 war erst der zweite Torschuss für 98 - die SVE hatte zu diesem Zeitpunkt 18. Der eingewechselte Noel Futkeu (61.) scheiterte an der Latte.
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El Mala und Maina erlösen Wagner
Das kongeniale Offensivduo Said El Mala und Linton Maina hat den 1. FC Köln ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen und seinem angezählten Trainer René Wagner vorerst Ruhe verschafft. Gegen den Ligakonkurrenten Union Berlin gewannen die furiosen Kölner in der zweiten Runde mit 5:0 (1:0).
El Mala (32./60.) und Maina (51.) sorgten vor 49.000 Zuschauern für den überzeugenden Sieg, das 1:0 und 2:0 legten sich die beiden Flügelflitzer gegenseitig auf. Der eingewechselte Isak Johannesson (78.) und Sebastian Sebulonsen (88.) besorgten den Endstand. "Jetzt haben wir uns vielleicht ein bisschen den Frust von der Seele geschossen. Heute hat vieles geklappt", sagte Maina bei Sky: "Es freut mich, dass wir zeigen konnten, was in uns steckt. Es freut mich nicht nur für den Coach, sondern für die ganze Mannschaft, den Staff. Ich hoffe, dass die Leute jetzt sehen, was wir können."
Union dagegen enttäuschte auf ganzer Linie, das Team von Trainer Mauro Lustrinelli hat am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) im direkten Wiedersehen in der Bundesliga die Chance auf Wiedergutmachung.

Im strömenden Regen in Müngersdorf begannen beide Teams aber erst einmal verhalten, bis El Mala das Spiel immer mehr an sich riss. Einen Steckpass des Kölner Spielmachers setzte Maina an den Pfosten (25.), sieben Minuten später machte es El Mala in umgekehrter Kombination besser und schob den Ball an Union-Keeper Matheo Raab vorbei ins lange Eck.
Der Führungstreffer war ein Brustlöser: Wagner machte einen Jubelsprung und fiel seinen Co-Trainern in die Arme, El Mala kloppte erst vor Freude die Eckfahne um, dann ballte er die Faust in Richtung seines Trainers.
Von den Unionern kam bis auf einen harmlosen Schuss von Michel Aebischer (28.) und einen Kopfball von Zeno van den Bosch (30.) vor der Kölner Führung wenig, das 19 Jahre alte Eigengewächs Makhi Gray hatte bei seinem Startelfdebüt im Sturmzentrum einen schweren Stand.

So gab es von den Rängen zur Pause großen Applaus statt "Wagner raus". Auch nach dem Seitenwechsel blieb der FC dran - und belohnte sich gleich doppelt: Maina und El Mala spielten Doppelpass, El Mala veredelte seine überragende Leistung mit einem feinen Schlenzer aus halbrechter Position. Johannesson und Sebulonsen schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe.
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