Deutschlands Fahnenträger: Von Neuner 1924 bis zum Duo Draisaitl und Schmid

Aktualisiert
Claudia Pechstein und Francesco Friedrich führten das deutsche Aufgebot 2022 in Peking an
Claudia Pechstein und Francesco Friedrich führten das deutsche Aufgebot 2022 in Peking anAndrew Milligan / PA Images / Profimedia

Die deutsche Flagge bei Olympischen Winterspielen zu tragen, ist die höchste Ehre für einen Wintersportler. Seit Mittwoch, dem 4. Februar, stehen die beiden deutschen Fahnenträger Deutschlands für die Spiele 2026 fest. Ein Blick auf die Ikonen der Vergangenheit und die Stars von heute.

Die Wahl zum Fahnenträger ist in Deutschland ein Ereignis, das Fans und Athleten vereint. Seit 2022 wird die Delegation von einem Duo angeführt – ein Symbol für die Stärke und Vielfalt des deutschen Wintersports. Eishockey-Superstar Leon Draisaitl und die siebenmalige Skisprung-Weltmeisterin Katharina Schmid erhalten die Ehre und dürfen die deutschen Fahnen bei Olympia 2026 tragen.

So lief die Wahl für die Fahnenträger

Sechs Aushängeschilder des deutschen Sports standen nach der Endnominierung zur Wahl. Bei den Frauen waren dies die Snowboard-Gesamtweltcupsiegerin Ramona Hofmeister, die amtierende Bob-Olympiasiegerin Laura Nolte und Schmid.

Bei den Männern standen neben Draisaitl, der als erster NHL-Profi diese Rolle übernehmen wird, der Doppel-Olympiasieger in der Nordischen Kombination, Johannes Rydzek, sowie Rodel-Legende Tobias Wendl, der mit einem weiteren Gold zum erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken aufsteigen könnte, zur Wahl.

Das Verfahren war demokratisch: Bis zum 3. Februar entschieden Fans und Athleten zu gleichen Teilen, welche Frau und welcher Mann am 6. Februar im San Siro Stadion gemeinsam die schwarz-rot-goldene Flagge tragen.

Alle deutschen Fahnenträger bei den Olympischen Winterspielen

Chamonix 1924: Henri Neuner – Skilanglauf

Sankt Moritz 1928: Karl Neuner – Nordische Kombination

Lake Placid 1932: Martin Schröttle – Eishockey

Garmisch-Partenkirchen 1936: Georg von Kaufmann – Skilanglauf

Sankt Moritz 1948: (Deutschland nicht eingeladen)

Oslo 1952: Helmut Böck – Skilanglauf

Cortina d’Ampezzo 1956: Andreas Ostler – Bob

Squaw Valley 1960: Helmut Recknagel – Skispringen

Innsbruck 1964: Georg Thoma – Nordische Kombination

Grenoble 1968: Hans Plenk (BRD) – Rodeln / Thomas Köhler (DDR) – Rodeln

Sapporo 1972: Walter Demel (BRD) – Skilanglauf / Klaus Bonsack (DDR) – Rodeln

Innsbruck 1976: Wolfgang Zimmerer (BRD) – Bob / Meinhard Nehmer (DDR) – Bob

Lake Placid 1980: Urban Hettich (BRD) – Nord. Kombi / Jan Hoffmann (DDR) – Eiskunstlauf

Sarajevo 1984: Monika Holzner-Pflug (BRD) – Eisschnelllauf / Frank Ullrich (DDR) – Biathlon

Calgary 1988: Peter Angerer (BRD) – Biathlon / Frank-Peter Roetsch (DDR) – Biathlon

Albertville 1992: Wolfgang Hoppe – Bob

Lillehammer 1994: Mark Kirchner – Biathlon

Nagano 1998: Jochen Behle – Skilanglauf

Salt Lake City 2002: Hilde Gerg – Ski Alpin

Turin 2006: Kati Wilhelm – Biathlon

Vancouver 2010: André Lange – Bob

Sotschi 2014: Maria Höfl-Riesch – Ski Alpin

PyeongChang 2018: Eric Frenzel – Nordische Kombination

Peking 2022: Claudia Pechstein – Eisschnelllauf & Francesco Friedrich – Bob

Mailand und Cortina d'Ampezzo 2026: Leon Draisaitl – Eishockey & Katharina Schmid – Skispringen