Van Veen spielte gegen Ratajski nicht den besten Average und war in diesem seinem polnischen Kontrahenten sogar zwei Punkte unterlegen. Den Unterschied machte die Doppelquote. Während der "Polish Eagle" mit 31,58 Prozent grundsolide war, traf der "Giant" extrem starke zwei Drittel seiner Versuche auf den äußeren Ring.
Zum Match-Center: Gian van Veen vs. Krzysztof Ratajski
Im Achtelfinale wartet Landsmann Wessel Nijman. Der 26-Jährige und damit zwei Jahre ältere Niederländer setzte sich mit 10:5 gegen Dave Chisnall durch. Auch Nijman überzeugte auf die Doppel und traf mit 52,63 Prozent mehr als jeden zweiten Versuch.
Niederlande vs. Niederlande
Es ist nicht das einzige Achtelfinale, welches in rein niederländischer Hand ist. Van Gerwen setzte sich zum einen gegen Gilding durch. Dabei zeigte "Mighty Mike" aber nicht sein bestes Spiel, spielte mit einem Average von 94,85 nur ein gutes, aber nicht überragendes Spiel und traf auch nur 31,25 Prozent seiner Doppel. Es reichte für einen schwachen "Goldfinger", der im Average nicht über 88,54 hinauskam.
Zum Match-Center: Michael van Gerwen vs. Andrew Gilding
Das Oche teilt sich van Gerwen im Achtelfinale mit Dirk van Duijvenbode, dem am Sonntagnachmittag den einzigen gesetzten Spieler nach Hause schickte. In einem engen Match gegen Chris Dobey musste die "Two-Clear-Legs-Rule" her, ehe der "Titan" 13:11 gewann. Während der Engländer mit 97,35 im Average das Scoring bestimmte, traf er jedoch nur 27,5 Prozent seiner Doppel. Van Duijvenbode checkte 41,94 Prozent seiner Checkouts und kaschierte damit seinen 4,5 Punkte schwächeren Average.
Anderson fegt über Joyce hinweg
Falls jemand fragt, wie Gary Anderson zweimal Weltmeister wurde und insgesamt neun Major-Titel gewinnen konnte: so! Der Schote spielte in seinem Auftaktmatch gegen Ryan Joyce einen Average von 109,96 – der achthöchste in der Turniergeschichte –, traf 55,56 Prozent seiner Doppel und gewann so deutlich mit 10:2. Joyce spielte mit einem Average von 95,49 nicht schlecht, bekam bei der schieren Dominanz seines Gegners aber gerade einmal sieben Versuche auf Doppel.
Zum Match-Center: Gary Anderson vs. Ryan Joyce
In der 2. Runde wartet nun Jonny Clayton, der Damon Heta 10:7 besiegte. Beide Spieler zeigten sich treffsicher auf die Doppel und trafen 62,5 und 53,85 Prozent ihrer Versuche. Da der Waliser auch im Average rund anderthalb Punkte besser war, ist der Sieg folgerichtig.
Searle fordert Wade
Am Abend besiegte Vorjahres-Finalist James Wade Jermaine Wattimena mit 10:7. Beide Spieler hatten ihre Momente mit Ton-plus-Finishes, doch Wade zeigte sich über die 17 Legs hinweg als der bessere Spieler, scorte besser, traf effektiver seine Doppel und machte so den ersten Schritt in Richtung eines zweiten World-Matchplay-Titels. Sieben Mal stand er insgesamt im Finale.
Zum Match-Center: James Wade vs. Jermaine Wattimena
Dass Doppel Matches entscheiden, zeigte Ryan Searle gegen William O'Connor. Beide Spiele trennten im Average gerade einmal 0,2 Punkte, doch während der Ire nur solide 35,29 Prozent seiner Doppel traf, checkte "Heavy Metal" 55,56 Prozent seiner Versuche und gewann in der Folge mit 10:6.
