Ratajski feierte seinen ersten Erfolg auf der European Tour bereits im Jahr 2019, als er die Gibraltar Darts Trophy gewann. 2023 folgte die German Darts Open. Inklusive seiner achte gewonnenen Players-Championship-Events ist es bereits der elfte Pro-Tour-Titel seiner Karriere. Wattimena wartet derweil weiter auf seinen ersten Erfolg auf einer Bühne. 2025 gewann er seine bis heute einzigen Titel auf dem Floor. 2024 stand er im EM-Finale.
Zum Match-Center: Jermaine Wattimena vs. Krzysztof Ratajski
In Leverkusen ging Ratajski trotz eines schwachen zweiten Legs mit einem Break 2:0 in Führung. Diesen Vorsprung hielt er kurz, ehe er beim Stand von 4:1 Wattimena zurück ins Match kommen ließ. "The Machine Gun" gewann fünf Legs am Stück, sicherte sich Rebreak und Break-Vorsprung, und führte plötzlich selbst mit 6:4.
Eine Entscheidung war dies im Finale – das mit Averages von 86,73 und 92,43 sowie Doppelquoten von rund 35 und 30 Prozent auf der schwächeren Seite war – aber noch nicht. Wattimena zeigte sich in den entscheidenden Momenten auf die Doppel zu schwach und erlaubt Ratajski das Rebreak. Als der Niederländer beim Stand von 6:7 dann erneut ausgelassen hatte, sicherte sich der Pole das Break zum Sieg.
Schmidts traumhaftes Wochenende
Bester Deutscher war am Wochenende überraschend Jan Schmidt. Der erst 21-Jährige spielte erst sein zweites Turnier auf der European Tour und qualifizierte sich über den Host Nation Qualifier. Zum Auftakt besiegte er Cameron Menzies nach 1:5-Rückstand noch mit 6:5. In der 2. Runde folgte ein weiterer 6:5-Sieg gegen Mike De Decker, den World-Grand-Prix-Sieger von 2024. Im Achtelfinale war dann aber Schluss: Gegen James Wade verlor er mit 2:6.
Schmidt war jedoch nicht der einzige Host Nation Qualifier, der sein Auftaktmatch gewinnen konnte. Der zweimalige WM-Teilnehmer Dragutin Horvat gewann am Freitag gegen den Belgier Mario Vandenbogaerde mit 6:2, kassierte in der 2. Runde dann aber eine 0:6-Abreibung vom formstarken Luke Woodhouse.
Für die beiden weiteren Host Nation Qualifier endete das Turnier in der 1. Runde. Jaimy Van de Weerd (3:6 vs. Dirk van Duijvenbode) und Ex-Tour-Card-Holder Daniel Klose (2:6 vs. Niels Zonneveld) schieden ebenso aus wie Lukas Wenig (2:6 vs. Bradley Brooks), der sich über den Tour Card Holder Qualifier nach Leverkusen spielte. Auch Dominik Grüllich (4:6 vs. Kevin Doets), der als Nachrücker ans Oche treten durfte, schied bereits Freitag aus.
Besser machte es Max Hopp. Der "Maximiser" schaffte es als Nachrücker zumindest in die 2. Runde, unterlag dort aber Ratajski mit 3:6. Auch Niko Springer (3:6 vs. Gian van Veen) und Martin Schindler (3:6 vs. Doets) verpassten den Finaltag.
