Premier League Darts: Littler krönt grandiosen Lauf - Rock gelingt erster Sieg

Aktualisiert
Luke Littler war der Star und auch Gewinner der achten Premier League Nacht.
Luke Littler war der Star und auch Gewinner der achten Premier League Nacht.Michael Cooper/PDC

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. Das war für heute das Motto für die acht Profis der Darts Premier League. In der Uber Arena traf sich die Creme de la Creme des Dartssport für die achte Nacht der PL. Jonny Clayton galt nach seinen bisher extrem dominanten Vorstellungen neben Luke Littler, als absoluter Favorit - doch heute war es nicht der Abend des Walisers.

Im Auftaktmatch traf "The Ferret" auf Josh Rock. Der Nordire hatte bisher noch kein einziges Match in der laufenden Ausgabe gewinnen können, doch wie bereits im letzten Jahr, als Stephen Bunting in der deutschen Hauptstadt plötzlich groß aufspielte, konnte auch "Rocky" seinen Fluch brechen und konnte mit 6:3 gegen Clayton gewinnen. Dabei spielte der Tabellenerste jedoch einfach nicht sein A-Game, konnte genau wie Rock nur knapp 89 Punkte im Schnitt aufs Board bringen und war schlussendlich leidtragender des berühmt berüchtigten Timings.

Dies war auch auf Seiten Michael van Gerwens, der gegen Luke Humphries ebenfalls mit 6:3 gewinnen konnte. Auch hier sahen die Zuschauer in Berlin eine knappe Partie mit dem besseren Ende für "The Green Machine." MvG warf dabei 42,86 % auf die Doppel und durfte mit 14 Versuchen auch viermal häufiger den Checkversuch starten, als sein englischer Gegner.

Match-Center: Luke Littler vs. Stephen Bunting

Besser bei den Gästen von der Insel machte es Luke Littler im englischen Duell gegen Stephen Bunting. Ein absolutes Weltklasse-Niveau, was hier dargeboten wurde. Ein Average von 105,72 zu 107,47 ließ sich nur durch das bessere Timing von "The Nuke" seperieren. Der amtierende Weltmeister nahm dabei zwei Ton-Plus-Finishes raus, während er 42,86 % bei den Checkouts rausnahm, um sich am Ende ins Halbfinale zu kämpfen. Dort traf er auf Gerwyn Price, der gegen Gian van Veen eine Machtdemonstration performte. 6:1 für "The Iceman" und ein Unterschied von zehn Punkten im Average zu Gunsten von Price (101,56 zu 91,50) sprachen eine klare Sprache.

Littler krönt grandiosen Lauf

Für Josh Rock wurde es aber zu keinem Abend voller Magie, wie es im vergangenen Jahr Stephen Bunting wiederfuhr, gegen Michael van Gerwen war für den Youngster direkt Schluss. MvG konnte in einem erneut eher mittelmäßigen Match mit dem Nordiren schlussendlich die Überhand gewinnen und mit 6:3 das Finalticket buchen. Gerade die Checkouts (3/16) waren hier der sportliche Genickbruch für Josh Rock.

Dort ging es gegen Luke Littler, nachdem "The Nuke" ein phänomenales Spiel gegen Price auf die Bühne brachte. Ein 108,58 Average gegen einen zähen Gerwyn Price - der amtierende Weltmeister stellte heute einmal wieder seine Klasse unter Beweis - Berlin gefiel es. Mit einem 6:4 war finalisierte der Engländer dann schlussendlich das Finale mit den beiden, aus deutscher Sicht, aktuell größten Namen im Sport.

Und es wurde definitiv das Finale, was man sich in der Hauptstadt gewünscht hat. Nachdem es erst Littler war, der schnell mit 3:0 in Führung gehen konnte, zeigte Michael van Gerwen seine gesamte Erfahrung, glich in Windeseile aus und ließ die Stimmung in der Uber Arena kochen. Doch Luke Littler ließ sich nicht beirren und krönte einen tollen Lauf an diesem Spieltag mit dem Finalsieg, um in der Tabelle wieder den Angriff auf die Pole Position zu starten.

Auch in den Zahlen spiegel sich das Niveau dieses Endspiels wieder. 106,36 zu 103,87 aus Sicht von Littler, der damit in allen drei Matches diesen Tages über 100 im Average spielte und natürlich ging es für den Youngster wieder angeln - im Endspiel sicherte sich "The Nuke" zweimal den Big Fish.

Match-Center: Michael van Gerwen vs. Luke Littler