Drei Averages über 104: Price gewinnt Nacht 9 der Premier League

Gerwyn Price gewinnt Nacht 9.
Gerwyn Price gewinnt Nacht 9.Taylor Lanning/PDC

Gerwyn Price hat nach einem hervorragenden Abend in Manchester Nacht 9 der Premier League gewonnen. Im Finale besiegte der Weltmeister von 2021 den Weltranglistendritten Gian van Veen mit 6:2.

Price spielte den gesamten Abend über auf Top-Niveau. Sein Abend begann mit einem Average von 104,46, welchen er beim 6:2 im Halbfinale gegen Stephen Bunting noch einmal auf 112,91 ausbaute. Im Endspiel ist der Waliser dann zurück auf Auftakt-Niveau: 105,84. Van Veen, der seine beiden Doppelversuche traf, konnte mit 92,07 nicht mithalten.

Zum Match-Center: Gerwyn Price vs. Gian van Veen

Price verlor das Ausbullen, machte den Anwurfnachteil aber schnell mit einem 128er-Chekout zum Break wett. Zwei Legs später finishte er dieselbe Zahl zum 3:0. Auch das 5:0 war möglich, doch bei 74 Rest fand der "Iceman" das Doppel nicht. Van Veen – der Josh Rock mit 6:3 im Halbfinale besiegte – kämpfte, konnte sich mit seinem deutlich schwächeren Scoring aber keine Chancen zum Rebreak mehr erspielen.

In der Tabelle verteidigte Luke Littler (21 Punkte) auch ohne Punkte seine Führung, da Verfolger Jonny Clayton (19) ebenfalls nach einem Match ausschied. Weil der punktgleiche Landsmann Price (19) die bessere Leg-Bilanz hat, zog der "Iceman" am "Ferret" vorbei. Michael van Gerwen (13) ist aktuell noch knapp auf einem Play-off-Platz, doch van Veen (12) und Luke Humphries (11) sind knapp dahinter. Es folgen Bunting (9) und Rock (4).

Rock schlägt Clayton erneut

Zum Auftakt in den Abend unterlag van Gerwen Stephen Bunting mit 3:6. Dabei spielte der Niederländer zwar mit 104,07 einen deutlich besseren Average als die 95,70 von Bunting, jedoch ließen ihn die Doppel mit nur 27,27 % in Stich. Bunting nutzte sechs seiner neun Chancen, unter anderem zu einem 161er-Checkout. "Mighty Mike" fiel zudem mit Beschwerden über eine Kamera im Umfeld der Dartscheibe auf.

Mit einem dominanten Auftritt startete Price in den Abend. 104,46 im Average und unfassbare 85,71 % auf die Doppel brachten dem "Iceman" einen 6:2-Sieg über Humphries ein. "Cool Hand Luke" spielte mit seinem 3-Dart-Schnitt von 101,64 jedoch keine schlechte Partie.

Die längste aktive Sieglos-Serie der Premier League beendete van Veen. Zum Auftakt in den Abend besiegte er Weltmeister Littler mit 6:5. Im schwächsten, aber nicht schlechten, Spiel der 1. Runde blieben beide Topspieler unter 100 Punkten im Average. Dabei verspielte der "Giant" beinahe eine Zwei-Break-Führung. Beim Stand von 5:5 ließ "The Nuke" jedoch auf 14 Rest mehrfach aus. Zuvor gestikulierte Littler wild in Richtung van Veens und der Fans.

Wie schon in der Vorwoche trafen Clayton und Rock aufeinander. Erneut lag die Favoritenrolle beim Waliser, der diese auch mit starken 107,44 im Average bestätigte, doch seine 26,67 % auf die Doppel reichten nicht. "Rocky" warf 101,91, traf 54,55 % seiner Checkouts – darunter zwei Ton-plus-Finishes – und gewann mit 6:4.