Zum Beginn der Abendsession am Neujahrstag lässt Luke Littler seinem polnischen Kontrahenten kaum eine Chance. Am Ende eines umkämpften ersten Satzes schnappt sich "The Nuke" mit einer 170er-High-Finish nicht nur die Führung, sondern auch das ganze Momentum.
Ratajski trifft sein Doppel nicht
Wie losgelöst stürmt der 18-Jährige im Anschluss ohne Leg-Verlust zur 3:0-Führung. Vor allem im zweiten Satz spielte Ratajski, der am heutigen Neujahrstag seinen 49. Geburtstag feiert, dem aktuellen Weltmeister in die Karten. "The Polish Eagle" traf keinen seiner sieben Doppel. In der Folge nahm Littler den Schwung mit und gewann das vierte Duell der diesjährigen Weltmeisterschaft ohne Satzverlust.
Einzig im vierten Durchgang hatte der Außenseiter noch einmal die Chance, zurück in die Partie zu finden. Doch er vergab ein mögliches 25er-Checkout und so zog Littler fast ohne Gegenwehr in sein nächstes Halbfinale ein. In diesem trifft der Weltranglistenerste nun auf Landsmann Ryan Searle.
Zum Match-Center: Luke Littler vs. Krzysztof Ratajski
Van Veen triumphiert erneut über Humphries
Viele Fans hatten im letzten Viertelfinale der diesjährigen Weltmeisterschaft ein spannendes Duell erwartet. Und der erste Satz deutete genau auf ein solches hin. Hier zeigte sich aber dennoch bereits die heutige Schwachstelle von Luke Humphries. Der Engländer verfehlte beim entscheidenden Dart das Bullseye und gab van Veen die Chance zuerst zu punkten. "The Giant" ließ sich nicht zweimal bitten und ging verdient in Führung.
Im zweiten Durchgang meldete sich "Cool Hand Luke" zurück und glich rasch durch ein souveränes 3:0 aus. Doch es sollte das einzige Erfolgserlebnis für Humphries sein. Denn der Niederländer kommt zurück in seinen Flow und spielt eindrucksvolles Darts. Zunächst sichert er sich einen ausgeglichenen dritten Durchgang im Decider. Dann spielt er im vierten Satz einen Average von 117,41, trifft den 170er-High-Finish und zieht das erste Mal klar davon.
Zwar hatte Humphries auch im fünften Durchgang seine Chancen, um sich zurückzumelden, traf aber zum wiederholten Mal seine Doppel nicht und van Veen ließ sich den fünften Triumph über den Weltranglistenzweiten diese Saison nicht mehr nehmen.
Am Ende spielt er einen sehenswerten Average von 105,41 und trifft dabei stolze 55,17 % seiner Checkouts. Mit diesem beeindruckenden Sieg, zieht er nicht nur in das erste Halbfinale seiner Karriere ein, sondern löst nach 13 Jahren Micheal van Gerwen als Nummer Eins der Niederlande ab, indem er auf den dritten Platz der Weltrangliste springt.
Zum Match-Center: Luke Humphries vs. Gian van Veen
