Darts-WM: "Lief alles nach Plan" - Littler marschiert zur Titelverteidigung

Aktualisiert
Luke Littler beweist allen, dass er aktuell das Maß der Dinge im Dartssport ist.
Luke Littler beweist allen, dass er aktuell das Maß der Dinge im Dartssport ist.John Walton, PA Images / Alamy / Profimedia

Es war das heißersehnte Finale für die größte WM aller Zeiten. Luke Littler forderte Gian van Veen im Rematch des "Next-Gen"-Finals von 2023. Damals ging das Duell mit 6:4 an "The Nuke", in der Wiederholung wollte "The Giant" nun also Revanche für das damalige Endspiel. Beide gingen extrem heiß aufs Match in dieses ultimative Battle, bei dem sich keiner im Vorfeld traute, eine klare Prognose zu geben.

Den besseren Start erwischte Gian van Veen. Trotz fünf verpassten Darts aufs Doppel im ersten Satz, ging der erste Durchgang an den Niederländer. Im Decider verpasste Luke Littler drei Chancen auf die Führung, van Veen bedankte sich und besorgte sich über die Doppel-8 das 1:0.

Im zweiten Durchgang brauchte es erneut einen Decider, das Niveau war einfach enorm, nach 2:0-Führung für "The Giant", drehte Littler auf und besorgte sich den Ausgleich. Nun war "The Nuke" heiß, holte sich den dritten Durchgang mit 3:1 und beendete ihn im Stile eines Champions mit dem "Big Fish." Auch im Anschluss kam van Veen nicht mehr richtig in die Gänge und freute sich nach dem 0:3 im vierten Durchgang sicherlich über die Pause, um den Fokus aus dem Auftaktsatz zurück in den Kopf zu bringen.

"Ally Pally Wespe" attackiert Littler

Doch das war vorerst nicht der Fall, nach einem Auftritt der Ally Pally Wespe, die Luke Littler attackierte ging auch der vierte Durchgang in Folge an den Engländer, während "Ally Pally Wasp, Pally Wasp"-Gesänge durch den Alexandra Palace hallten. Und jene waren souveräner als van Veen, dem das Scoring weiterhin komplett abhandengekommen war und auch in Windeseile das 1:5 kassierte. Littler war sich im Nachgang an das Spiel sicher, es müsse hier "jedes Jahr jemand eine Wespe aussetzen."

Trotz sechs perfekter Darts von van Veen im dritten Leg des siebten Durchgangs ging dieser mit 3:0 an "The Nuke", es war der sechste Satz in Folge und plötzlich fehlte nur noch ein einziger, um die Titelverteidigung perfekt zu machen.

Und das gelang ihm im Anschluss auch, mit einem 147er-Checkout. Eine einseitige Vorstellung in einer Rivalität, die möglicherweise in Zukunft noch weitaus engere Matches bieten wird, aber nach diesem 7:1-Erfolg den zweiten Titel in Folge für Luke Littler bedeutet. Der Engländer verteidigte damit seinen WM-Erfolg des vergangenen Jahres und ist der erste Spieler, dem dieses Kunststück seit Gary Anderson gelang. Mit 73 180ern konnte sich Littler ebenfalls den Ballon d'Art sichern.

Der Weltmeister fand gute Worte im Anschluss an diesen riesigen Triumph: "Es lief alles nach Plan am Ende, Gian hat ein tolles Turnier gespielt und stand hier verdient." Am Ende müsse man aber "immer bei sich bleiben, während der Pokal hier direkt neben einem steht und das hat geklappt."

Match-Center: Luke Littler vs. Gian van Veen