Reyes war zwischen 2015 und 2021 mit einer Tourkarte ausgestattet und erreichte mehrere Major-Achtelfinals – darunter das WM-Achtelfinale 2015. Der 38-Jährige spielte mit Beginn der Corona-Pandemie keine Turniere mehr und verlor seine Tourkarte. Nachdem "The Spartan" bereits bei der WM auf die große Bühne zurückkehrte, ist er nun zumindest die nächsten beiden Jahre wieder ein fester Bestandteil der Pro Tour.
Zum Match-Center: Cristo Reyes vs. Matthias Ehlers
Trotz der Niederlage gegen Reyes ist Ehlers jedoch einen Schritt näher an eine Tourkarte gekommen. Der 44-Jährige, der in der Vergangenheit bereits mehrfach an Turnieren der European Tour teilnahm, steht nach zwei Tagen in der Rangliste bei sechs Punkten und +16 in der Leg-Differenz. Darts-Statistik-Portal "FDI" erwartet, dass acht Punkte und eine Leg-Differenz von 23 Punkten für eine Tourkarte reichen.
Die zweite Tourkarte der EU Q-School sicherte sich im Anschluss Jeffrey Sparidaans. Der Niederländer, der am Donnerstag noch im Endspiel gegen Arno Merk verlor und so haarscharf an einer Tourkarte vorbeischrammte, überstand am Freitag Match-Darts und gewann mit 6:5 gegen Michele Turetta. Der 32-Jährige aus Tilburg hatte bereits 2023 und 2024 eine Tourkarte inne, ging letztes Jahr nach Verlust dieser aber leer aus.
Mit Blick auf die Rangliste sind es Benjamin Pratnemer und Adam Gawlas, die mit je sieben Punkten die beste Ausgangslage für die beiden letzten Tage haben. Björn Quoiffy, der nach dem gestrigen Tag noch eine gute Ausgangslage hatte, verlor heute in Runde zwei gegen Ehlers und rutscht auf Platz 16 ab. 8 Tourkarten werden nach Abschluss der Q-School an die besten Spieler der Rangliste vergeben, die keinen Tag gewannen.
UK Q-School: Zwei Debütanten mit Tourkarten
Erstmals in seiner Karriere konnte sich am Freitag Carl Sneyd eine Tourkarte sichern. Der Engländer, der auf der Challenge Tour in diesem Jahr ein Event gewann und als Nachrücker drei Players-Championship-Achtelfinals erreichte, besiegte im entscheidenden Spiel Steve Lennon mit 6:4. Der Ire führt nach dem tiefen Lauf nun die Rangliste an. Genau wie Sam Spivey kommt der World-Cup-Finalist von 2019 auf sieben Punkte.
Besser als Lennon machte es dessen Landsmann Niall Culleton. Dem 38-Jährigen reichten über weite Strecken Averages im niedrigen 80er-Bereich, um unter anderem in der 3. Runde Mervyn King mit 6:2 zu besiegen. Forderten ihn seine Gegner mehr, konnte aber auch der Ire sein Spiel steigern und im Viertelfinale sogar 98,71 ins Board werfen. Das Entscheidungsspiel gewann er mit 6:5 gegen Danny Goddard.
Steve Beaton, der es am ersten Tag der Final Stage noch unter die besten Acht schaffte, verlor am Freitag in der 1. Runde. John Henderson verlor eine Runde später, John Part ist nach einer weiteren Auftaktniederlage immer noch punktlos.
