"Ist cool": Jubiläums-Spieler Thiemann glänzt als Rekordmann gegen Kroatien

"JT" wurde vor dem Spiel gegen Kroatien anlässlich seines 100. Länderspiels geehrt
"JT" wurde vor dem Spiel gegen Kroatien anlässlich seines 100. Länderspiels geehrtČTK / imago sportfotodienst / Tilo Wiedensohler

Ein Rekord, und das nach der Ehrung für das 100. Länderspiel, an diesem Abend passte einfach alles bei Johannes Thiemann. "Ja, ist cool", sagte der Ersatzkapitän der deutschen Basketballer nach dem so wichtigen Sieg (91:89 n.V.) im WM-Qualifikationsspiel gegen Kroatien in Bonn. Thiemann war nach nervenaufreibenden 45 Minuten rundum zufrieden: "Ein guter Tag."

Vor seinem Einsatz hatte "JT" im Telekom Dome ein gerahmtes Bild mit einer Spielszene aus den Händen von Ingo Weiss und Armin Andres, dem Präsidenten und Vizepräsidenten des Deutschen Basketball Bundes (DBB), erhalten. Dann legte der Welt- und Europameister im 110. Einsatz sofort los.

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24 Punkte holte Thiemann, mehr als jemals zuvor im Nationaltrikot, bislang war sein Topwert 17 gewesen. Hinzu kamen starke zwölf Rebounds des 32-Jährigen, der das Team in Abwesenheit des etatmäßigen Kapitäns Dennis Schröder auf das Spielfeld führte.

Deutschland im Soll

"Er ist unser Go-to-Guy mit seinen 100 Länderspielen auf dem Buckel", lobte Teamkollege Oscar da Silva den Routinier. "Jeder weiß hier, was er für das Land im Nationaltrikot geleistet hat." Thiemann habe gegen die starken Kroaten in der Zone "die richtigen Reads" gemacht, dazu "Fouls gezogen" und "ein paar Freiwürfe bekommen".

Entsprechend war er nach dem Sieg "sehr erleichtert. Es wäre sehr bitter gewesen für die weitere Qualifikation, wenn wir verloren hätten." Denn am Freitag hatte das deutsche Team in Zagreb ein 88:93 kassiert. Beim Wiedersehen ging es nach Aufholjagd und Kraftakt gut. Deutschland ist auf dem Weg zur WM 2027 trotz der Niederlage im Hinspiel im Soll. "1:1 ist eine okaye Ausbeute für uns", so Thiemann.

Zuletzt hatte der Power Forward in Japan für die Gunma Crane Thunders länger wegen einer Gehirnerschütterung nicht auflaufen können, nun ist er wieder da - und wie. "Es ist immer sehr bitter, wenn man nicht spielen und nur zugucken kann. Aber jetzt geht es mir wieder gut." Das war am Sonntag nicht zu übersehen.