Franz Wagner lief rund, der Knöchel hielt auch in Boston. Mehr gute Nachrichten gab es zum Ende der letztlich erfolglosen Aufholjagd aber nicht.
Nach der schwierigsten Hauptrunde seiner bisherigen NBA-Karriere, geprägt von einer hartnäckigen Fußverletzung, muss der deutsche Basketballstar mit Orlando Magic wie befürchtet in die Playins.
Die Chancen auf einen erhofften tiefen Run in der postseason sind noch einmal gesunken, dabei war das Team aus Florida mit Außenseiterchancen auf den Titel in die Saison gegangen.
Wiederholtes Verletzungspech
Mit Orlando werde im Osten "auf jeden Fall zu rechnen sein", hatte Dirk Nowitzki im Herbst gesagt, im besten Fall sei "echt alles möglich". Voraussetzung für diese mutige These war damals ein konstant starker und gesunder Franz Wagner. Daraus wurde nichts.
Anfang Dezember erlitt der Welt-und Europameister im New Yorker Madison Square Garden eine Verstauchung des linken Knöchels, kehrte Mitte Januar beim NBA-Gastspiel der Magic in seiner Heimatstadt Berlin zu früh zurück und fiel wieder aus. Nach dem nächsten (Kurz-)Comeback folgte eine weitere, diesmal siebenwöchige Pause.
Schwieriger Umweg
Nun scheint Wagner wieder fit, doch der Durchbruch kam womöglich zu spät. Auch wenn das 108:113 bei Rekordmeister Boston Celtics in der Nacht zu Montag nach zuvor fünf Siegen letztlich egal war, da parallel die Toronto Raptors über die Brooklyn Nets hinwegfegten (136:101) und damit Orlando keine Chance mehr auf Platz sechs hatte. Und dieser hätte zum direkten Einzug ins Playoff-Achtelfinale her gemusst.
Der Weg sieht nun so aus: In der Nacht zu Donnerstag (01:30 Uhr MESZ/Prime Video) spielt Orlando bei den Philadelphia 76ers. Gelingt ein Sieg, geht es in der ersten Playoff-Runde gegen Boston, Nummer zwei der Eastern Conference. Geht das Playin-Spiel verloren, wartet zwei Tage später ein Duell mit Charlotte oder Miami. Wird dies gewonnen, kommt es zum Aufeinandertreffen mit den Detroit Pistons (Nr. 1).
