Die Titelverteidigung als wertvollster Spieler der Liga mag heutzutage fast schon als Selbstverständlichkeit abgetan werden – völlig zu Unrecht. SGA reihte sich damit als erst 14. Akteur in die exklusive Historie der NBA ein. Eine makellose Regular Season für die Oklahoma City Thunder und das Gefühl absoluter Dominanz Nacht für Nacht: Genau das lieferte der Kanadier verlässlich ab.
Der finale Triumph – und damit der erste Ring für OKC seit dem Umzug – schien greifbar nah, ehe in den Conference Finals das bittere Aus folgte. Eine Niederlage im entscheidenden Spiel 7 gegen die Spurs ließ die bis dahin unbezwingbar wirkenden Thunder erschüttert zurück. Rein statistisch lässt sich dieses Scheitern dem MVP kaum anlasten. Doch am Ende steht das Gesicht der Franchise in der Pflicht, die Verantwortung zu tragen – auch das gehört zur Bürde eines Superstars.
Ein Rückschlag, aber längst kein K.-o.-Schlag. Oklahoma City geht mit unveränderten Spitzenansprüchen in die neue Spielzeit. Auch wenn das Niveau an der Liga-Spitze von Jahr zu Jahr steigt, bleibt OKC einer der Top-Favoriten auf die Meisterschaft. Sein Anführer steht nun in der Pflicht zu beweisen, warum gleich zwei MVP-Trophäen seine Vitrine zieren. Denn angesichts der aufstrebenden Spurs und einer hochgerüsteten Konkurrenz würde ein erneutes Scheitern am Ende vor allem an ihm hängenbleiben.
Gleichzeitig winkt SGA eine historische Einzelauszeichnung: der MVP-Hattrick. Drei Trophäen in Folge gelangen bisher nur Bill Russell, Wilt Chamberlain und Larry Bird. Drei unsterbliche Legenden – folgt nun die vierte? Angesichts der Dominanz der Thunder, die in den vergangenen drei Spielzeiten jeweils die Western Conference für sich entschieden, ist dieses Szenario greifbar nah. Was jetzt noch fehlt, ist der finale Schritt auf dem Parkett, um sämtliche Zweifel endgültig auszuräumen.
Statistiken 2025/2026: 31,1 Punkte bei einer Wurfquote von 55,3 %, davon 38,6 % Dreier, 6,6 Assists (68 Spiele).
Realistisches Ziel 2026/2027: 35 Punkte, MVP-Kandidat
