NBA: LGBTQ-Support "unrechtmäßig"? Bulls entlassen Ivey nach homophoben Äußerungen

Jaden Ivey ist von den Chicago Bulls entlassen worden.
Jaden Ivey ist von den Chicago Bulls entlassen worden.Erin Hooley / CTK / AP

Die Chicago Bulls haben Guard Jaden Ivey nach homophoben Äußerungen mit sofortiger Wirkung entlassen. Der Klub begründete seine Entscheidung mit dem "mannschaftsschädigendem Verhalten", das Ivey durch seine Kritik an der NBA gezeigt habe. Der 24-Jährige war erst vor zwei Monaten aus Detroit nach Chicago getradet worden, nur vier Mal lief er für die Bulls auf.

In einem Live-Video bei Instagram hatte Ivey die NBA dafür kritisiert, den "Pride Month" offensiv zu promoten. Den Einsatz der Liga für die LGBTQ-Community nannte er "unrechtmäßig". Auch die katholische Kirche nahm sich Ivey in einem Video vor. Der Katholizismus sei "eine falsche Religion", sagte der Basketballer, "nicht die wahre Lehre von Jesus Christus".

Ivey sportlich nicht in Form

Ivey war 2022 von den Detroit Pistons an fünfter Stelle gedraftet worden und galt als eines der Top-Talente in der NBA. Hartnäckige Knieprobleme bremsten ihn allerdings aus. In der vergangenen Woche setzten ihn die Bulls bis zum Saisonende auf die Verletztenliste, zuletzt hatte er am 11. Februar gespielt.

Ivey erlitt im Januar 2025, als er noch in Detroit spielte, einen Wadenbeinbruch und verpasste die ersten 15 Spiele der diesjährigen Saison. Er hat seit 2023-2024 nicht mehr als 40 Spiele in einer Saison bestritten. Der junge Guard war Teil des All-Rookie-Teams 2022-2023 und hat in dieser Saison mit 8,5 Punkten, 2,4 Rebounds und 1,8 Assists pro Spiel einen Tiefpunkt seiner Karriere erreicht.

Chicago hat derzeit eine Saisonbilanz von 29:45 und ist aus dem Rennen um die Playoffs ausgeschieden.