Oklahoma City Thunder 116:103 Minnesota Timberwolves
Der SGA-Express rollt weiter: Shai Gilgeous-Alexander bleibt das Maß aller Dinge. Beim achten Sieg in Folge für die Thunder knackte er nicht nur die 20-Punkte-Marke, sondern baute seine beeindruckende Serie auf 128 Spiele mit mindestens 20 Zählern aus – damit ließ er die Legende Wilt Chamberlain (126) endgültig hinter sich. Es war ein hartes Stück Arbeit: Erst spät im vierten Viertel sicherte er sich unter "MVP"-Rufen von der Freiwurflinie den historischen Meilenstein.
Während Minnesota zur Halbzeit noch führte, drehte OKC nach der Pause auf. Besonders beeindruckend war die Ballsicherheit: Die Thunder zwangen die Timberwolves zu 22 Ballverlusten, während sie selbst nur siebenmal das Spielgerät hergaben. Isaiah Hartenstein glänzte dabei als Vorbereiter mit spektakulären Pässen (unter anderem durch die Beine), die Jared McCain sicher in Punkte verwandelte. Damit thront OKC weiterhin mit der ligaweiten Bestbilanz von 53-15 an der Spitze.
Cleveland Cavaliers 120:130 Dallas Mavericks
Die Revanche der Mavs: Nach der heftigen 33-Punkte-Klatsche vor zwei Tagen zeigten die Mavericks Moral. Angeführt von einem überragenden Cooper Flagg, der mit 27 Punkten, 10 Assists und 6 Rebounds einmal mehr bewies, warum er die Nummer 1 im Draft war, stoppte Dallas die Negativserie von sieben Niederlagen gegen Cleveland. Es war ein Befreiungsschlag für die Texaner, die zuletzt nur zwei von elf Spielen gewinnen konnten.
Auf Seiten der Cavaliers gab es trotz der Niederlage einen Grund zur Freude: Max Strus feierte nach 67 verpassten Spielen wegen eines Fußbruchs sein Saisondebüt und steuerte direkt 24 Punkte bei. Doch am Ende waren die 16 Turnover der Cavs zu viel. Dallas nutzte diese Fehler eiskalt aus und zog im dritten Viertel entscheidend davon. Auch der Yale-Rookie John Poulakidas sorgte mit zehn Punkten für wichtige Entlastung bei den Mavs.
Milwaukee Bucks 134:123 Indiana Pacers
Sieg mit fadem Beigeschmack: Die Bucks marschierten zwar zu einem Heimsieg, doch der Schock saß tief, als Giannis Antetokounmpo im dritten Viertel nach einem Dunk unglücklich landete. Obwohl er kurzzeitig weiterspielte, musste der "Greek Freak" schließlich mit Knieproblemen in die Kabine. Coach Doc Rivers vermutet eine Überdehnung, doch Giannis selbst gab sich nach dem Spiel vorsichtig optimistisch und hofft, dass keine längere Pause droht – in dieser Saison hat er bereits 31 Spiele verpasst.
In Abwesenheit des Superstars übernahm Bobby Portis mit 29 Punkten und 10 Rebounds die Verantwortung. Gemeinsam mit Ryan Rollins, der von der Bank kommend 20 Punkte beisteuerte, bauten die Bucks im Schlussviertel einen Vorsprung von 18 Punkten auf. Indiana leistete sich schlicht zu viele Fehler: 18 Ballverluste machten es den Pacers unmöglich, die starke Offensive der Bucks (trotz 32 Zählern von Aaron Nesmith) ernsthaft zu gefährden.
Toronto Raptors 119:108 Detroit Pistons
Brandon Ingram war der überragende Akteur in Toronto. Mit 34 Punkten führte er die Raptors zum zweiten Sieg in Folge und festigte damit den wichtigen sechsten Platz im Osten. Unterstützt wurde er von RJ Barrett (27 Punkte) und einem bärenstarken Jakob Pöltl, der unter den Körben aufräumte und sich neben 21 Punkten auch noch 18 Rebounds schnappte.
Detroit startete furios und traf in der ersten Halbzeit fast 65 % aus dem Feld. Doch nach dem Seitenwechsel verloren die Pistons völlig den Rhythmus und trafen im dritten Viertel nur noch magere 26,9 % ihrer Würfe. Da halfen auch die 33 Zähler von Cade Cunningham nicht. Die Defensive der Raptors stand wie eine Mauer und ließ den Tabellenführer des Ostens im entscheidenden Moment verzweifeln.
Philadelphia 76ers 109:103 Portland Trail Blazers
Rumpftruppe mit Herz: Ohne ihre Stars Embiid und Maxey brauchten die 76ers neue Helden – und Quentin Grimes lieferte. Mit einem Saisonbestwert von 31 Punkten, davon 14 im Schlussviertel, trug er Philadelphia fast im Alleingang zum Sieg. Auch die Rookies Justin Edwards und VJ Edgecombe sprangen in die Bresche und zeigten mit wichtigen Körben in der Crunchtime, dass auf sie Verlass ist.
Die Trail Blazers dominierten zwar phasenweise die Bretter (Donovan Clingan mit 15 Rebounds), ließen aber die nötige Präzision von draußen vermissen. Nur 17 von 53 Dreierversuchen fanden ihr Ziel. Trotz einer späten Aufholjagd und 25 Punkten von Deni Avdija reichte es nicht, da Philadelphia in den letzten zwei Minuten durch einen Steal und einen krachenden Slam-Dunk von Edwards den Sack endgültig zumachte.
New York Knicks 110:107 Golden State Warriors
Im Madison Square Garden sah es lange nach einer Überraschung aus, als die Knicks zwischenzeitlich mit 21 Punkten zurücklagen. Doch Jalen Brunson bewies einmal mehr seine Leader-Qualitäten: Mit 30 Punkten und 9 Assists führte er sein Team zurück ins Spiel. Erst Ende des dritten Viertels gingen die Knicks erstmals wieder in Führung und retteten den knappen Sieg am Ende über die Zeit.
Golden State trat ohne Stephen Curry (Knie), Draymond Green und weitere Stammkräfte an. Dennoch verkaufte sich die "Patchwork-Truppe" teuer. Brandin Podziemski (25 Punkte) und Rookie Quentin Post (22 Punkte) sorgten für eine fast schon sensationelle Führung in der ersten Halbzeit. Letztlich fehlte der jungen Garde in den Schlusssekunden aber die Erfahrung, um gegen die abgezockten Knicks noch einmal zu kontern.
Sacramento Kings 116:111 Utah Jazz
Wenn es eng wird, schlägt die Stunde von DeMar DeRozan. Mit seinem Saisonbestwert von 41 Punkten und 11 Assists war er der überragende Mann auf dem Platz. Es war das 417. Mal in seiner Karriere, dass er mindestens 20 Punkte bei über 50 % Trefferquote erzielte – eine Konstanz, die ihn in der ewigen Scorerliste immer weiter nach oben klettern lässt.
Obwohl beide Teams mit massiven Personalproblemen zu kämpfen hatten (Utah nur neun verfügbare Spieler, Sacramento acht), entwickelte sich ein spannendes Spiel. Cody Williams hielt die Jazz mit 34 Punkten lange im Rennen, doch Sacramento hatte in der Schlussphase die besseren Nerven. DeRozan besiegelte den vierten Sieg aus den letzten fünf Spielen nervenstark von der Freiwurflinie.
