Atlanta Hawks 124:112 Orlando Magic
Einen Tag vor dem Heimspiel gegen Champion Oklahoma City Thunder wollten die Würfe bei den Gästen aus Orlando einfach nicht fallen. Da Silva traf zwei von acht Versuchen aus dem Feld, Wagner drei von neun. Die beiden deutschen Nationalspieler kamen auf jeweils sieben Punkte. Noch schlechter war die Quote bei Paolo Banchero (3 von 13), zusammen mit Desmond Bane (beide 18 Punkte) war der Starspieler aber dennoch Topscorer der Magic. Atlanta feierte derweil seinen zehnten Sieg in Folge.
"Wir waren in allen kleinen Dingen und Details des Spiels einen Schritt zu langsam", sagte Trainer Jamahl Mosley. Mit 38 Siegen und 29 Niederlagen ist Orlando als Fünfter im Osten weiter auf Playoff-Kurs, doch gleich vier Teams lauern dicht dahinter. Die Toronto Raptors (38:29), die Miami Heat (38:30), die Hawks und die Philadelphia 76ers (beide 37:31).
Los Angeles Clippers 115:119 San Antonio Spurs
Die San Antonio Spurs um Victor Wembanyama (21 Punkte) gewannen 119:115 bei den Los Angeles Clippers und holten erstmals seit der Saison 2016/17 wieder 50 Saisonsiege. Beim 125:117 seiner Golden State Warriors bei den Washington Wizards feierte Steve Kerr im 943. Spiel den 600. Hauptrundensieg als Trainer. Nur drei Headcoaches erreichten diese Marke schneller: Phil Jackson (805 Spiele), Pat Riley (832) und Gregg Popovich (887).
Stephon Castle avancierte mit 23 Punkten zum Topscorer. Die Spurs verspielten fast eine 24-Punkte-Führung, bewahrten in der hitzigen Schlussphase an der Freiwurflinie jedoch die Nerven.
Die Clippers mussten ohne den verletzten Kawhi Leonard auskommen, kämpften sich aber dank 25 Punkten von Darius Garland und einer starken Bankleistung (57 Reservisten-Punkte) fast noch einmal zurück. Am Ende reichte die Aufholjagd jedoch nicht, und die Clippers rutschen durch die Niederlage zurück auf eine ausgeglichene Bilanz von 50 %.
Washington Wizards 117:125 Golden State Warriors
Ein historischer Abend für Steve Kerr: Der Coach der Golden State Warriors feierte beim 125:117-Sieg gegen die Washington Wizards seinen 600. Karrieresieg. Trotz prominenter Ausfälle wie Stephen Curry und Jimmy Butler beendeten die Warriors ihre Durststrecke von fünf Niederlagen. Kristaps Porzingis führte das Team mit 30 Punkten an, während De’Anthony Melton starke 27 Zähler beisteuerte.
Die Wizards hingegen stecken tief in der Krise und kassierten ihre zwölfte Pleite in Folge. Ein kurioses Highlight bot das erste Viertel, als Pat Spencer und Jamir Watkins sich gegenseitig mit missglückten "Blind-Passes" den Ball zuspielten – ein Sinnbild für die aktuelle Form Washingtons. Trae Young kam für die Wizards auf 21 Punkte, konnte die Niederlage aber ebenso wenig verhindern wie die frühe Ejection von Bub Carrington nach seinem zweiten technischen Foul.
Boston Celtics 120:112 Phoenix Suns
In einem hochklassigen Duell behielten die Boston Celtics mit 120:112 die Oberhand gegen die Phoenix Suns. Jaylen Brown drehte besonders im Schlussviertel auf, erzielte dort 18 seiner insgesamt 41 Punkte und führte die Celtics zu einem entscheidenden 12:1-Lauf in den letzten Minuten. Jayson Tatum steuerte in seinem fünften Spiel nach langer Verletzungspause solide 21 Punkte bei.
Auf Seiten der Suns lieferte Devin Booker eine Gala-Vorstellung mit 40 Punkten ab, stand am Ende aber mit leeren Händen da. Phoenix verspielte kurz vor Schluss eine knappe Führung, als Brown Booker den Ball klaute und Tatum für einen Korbleger bediente. Während Boston seine Ambitionen im Osten untermauert, müssen die Suns die zweite bittere Pleite in Folge verkraften.
Brooklyn Nets 95:114 Portland Trail Blazers
Die Portland Trail Blazers ließen den Brooklyn Nets keine Chance und fegten sie mit 114:95 aus der eigenen Halle. Deni Avdija und Toumani Camara waren mit jeweils 18 Punkten die Topscorer eines ausgeglichenen Portland-Teams, das zeitweise mit 31 Punkten führte. Die Blazers dominierten von Beginn an und starteten mit einem 10:0-Lauf in die Partie, von dem sich Brooklyn nie erholte.
Für die Nets war es die vierte Niederlage in Folge. Ohne ihren Topscorer Michael Porter Jr. fehlte offensiv jegliche Durchschlagskraft: Das Team traf lediglich 30 % aus dem Feld und katastrophale 14,3 % von der Dreierlinie. Einziger Lichtblick war Nic Claxton, der mit 12 Punkten und 10 Rebounds sein 87. Karriere-Double-Double verbuchte und damit Sam Bowie in der ewigen Franchise-Liste überholte.
Chicago Bulls 132:107 Memphis Grizzlies
Josh Giddey ist momentan kaum zu stoppen. Beim deutlichen 132:107-Erfolg der Chicago Bulls gegen die Memphis Grizzlies sammelte er mit 16 Punkten, 15 Rebounds und 13 Assists sein viertes Triple-Double in den letzten fünf Spielen. Bester Werfer der Bulls war jedoch der Youngster Matas Buzelis, der mit 29 Punkten (darunter fünf Dreier) sein Talent unter Beweis stellte.
Die Grizzlies, die verletzungsbedingt ohne Stars wie Ja Morant und Zach Edey auskommen müssen, kassierten ihre achte Niederlage in Folge. Chicago nutzte die Schwäche der Gäste gnadenlos aus und dominierte vor allem die zweite Halbzeit mit 71:50 Punkten. Für die Bulls war es ein wichtiger Sieg im Kampf um die Minimalchance auf einen Play-in-Platz.
New Orleans Pelicans 129:111 Dallas Mavericks
Zion Williamson zeigte sich beim 129:111-Sieg gegen die Dallas Mavericks von seiner effizientesten Seite. Er traf 11 seiner 13 Würfe und kam in nur 28 Minuten auf 27 Punkte. New Orleans nutzte die Gunst der Stunde, da Dallas auf Klay Thompson und Daniel Gafford verzichten musste. Saddiq Bey unterstützte Zion mit starken 23 Punkten.
Bei den Mavericks glänzte Naji Marshall mit 32 Punkten gegen sein altes Team, während der Top-Draft-Pick Cooper Flagg mit 21 Punkten, 8 Assists und 7 Rebounds erneut andeutete, warum er als kommender Superstar gilt. Dennoch waren die Pelicans insgesamt zu kompakt und führten fast das gesamte Spiel über deutlich.
Houston Rockets 92:100 Los Angeles Lakers
In einer Partie mit echtem Playoff-Flair setzten sich die Los Angeles Lakers mit 100:92 gegen die Houston Rockets durch. Luka Doncic, der im Lakers-Trikot weiterhin auf Rekordjagd ist, erzielte 36 Punkte und verbuchte sein sechstes Spiel in Folge mit mindestens 30 Zählern. Ein entscheidender Dreier von Marcus Smart nach Zuspiel von LeBron James kurz vor Schluss besiegelte den sechsten Sieg der Lakers in Serie.
Houston hielt lange dagegen, leistete sich aber mit 24 Ballverlusten schlichtweg zu viele Fehler. Jabari Smith Jr. war mit 22 Punkten bester Werfer der Rockets, während Kevin Durant 18 Zähler beisteuerte. Durch den Sieg bauten die Lakers ihren Vorsprung auf Houston im Kampf um den dritten Platz im Westen auf 1,5 Spiele aus.
