Brooklyn Nets 92:93 New York Knicks
Das "Battle of New York" hielt diesmal genau das, was es versprach: Drama pur und jede Menge Emotionen. Die Knicks retteten am Ende einen hauchdünnen Sieg über die Ziellinie und bauten ihre beeindruckende Siegesserie gegen den Stadtrivalen auf sage und schreibe 14 Spiele aus. Karl-Anthony Towns war mit 26 Punkten und 15 Rebounds der Fels in der Brandung, während Jalen Brunson in der Crunchtime die Nerven behielt. Dabei sah es zwischenzeitlich nach einer klaren Angelegenheit aus, bis die Nets im vierten Viertel einen 17:0-Lauf hinlegten und die Partie komplett auf den Kopf stellten.
Es wurde jedoch nicht nur Basketball gespielt, sondern auch ordentlich ausgeteilt: Es hagelte technische Fouls, nachdem sich Mitchell Robinson und Ziaire Williams sowie später OG Anunoby und Nic Claxton in die Haare kriegten. Am Ende hatte Brooklyn-Youngster Ben Saraf den Sieg auf der Hand, doch sein Verzweiflungswurf aus gut 14 Metern mit der Schlusssirene landete nur am Ring. Die Nets bleiben damit der zweite Sieger der Rivalität, während die Knicks ihren Status als Nummer eins im "Big Apple" zementieren.
Detroit Pistons 115:101 Golden State Warriors
Es war ein Duell der Abwesenden: Ohne die verletzten Superstars Steph Curry und Cade Cunningham mussten andere in die Bresche springen. Bei den Pistons glänzte Jalen Duren mit 23 Punkten, unterstützt vom starken Ersatz-Point-Guard Daniss Jenkins, der fast ein Triple-Double verbuchte. Detroit unterstrich seine starke Form der letzten Wochen und ließ sich auch von einer miserablen Dreierquote (knapp 24 %) nicht beirren.
Die Warriors hingegen erlebten einen Abend zum Vergessen. Als wäre das Fehlen von Curry nicht schon genug, musste auch noch Kristaps Porzingis das Spiel frühzeitig mit Rückenproblemen beenden. Ohne ihre Anführer wirkten die Dubs völlig von der Rolle und leisteten sich haarsträubende 26 Ballverluste. Die Pistons nutzten diese Einladungen dankend aus und schickten Golden State mit der siebten Niederlage aus den letzten acht Spielen nach Hause.
Houston Rockets 117:95 Atlanta Hawks
Alles hat ein Ende, auch die stolze Siegesserie der Atlanta Hawks. Nach elf Erfolgen am Stück wurden sie von den Houston Rockets unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Kevin Durant zeigte mit 25 Punkten, warum er immer noch zu den Elite-Scorern gehört, während Jabari Smith Jr. mit 23 Zählern glänzte. Besonders beeindruckend war die Dominanz unter den Körben: Houston schnappte sich 51 Rebounds, während Atlanta nur auf 37 kam – ein Klassenunterschied, der sich letztlich im deutlichen Ergebnis widerspiegelte.
Bei den Hawks lief offensiv kaum etwas zusammen, insbesondere aus der Distanz (nur 26 % Trefferquote). Nickeil Alexander-Walker war mit 21 Punkten noch der hellste Lichtblick in einem ansonsten enttäuschenden Team-Auftritt. Die Rockets hingegen bewiesen nach zuletzt zwei Niederlagen gegen die Lakers Moral und zogen den Hawks vor allem durch ein dominantes drittes Viertel (39:22) endgültig den Stecker.
Memphis Grizzlies 112:117 Boston Celtics
Die Celtics marschieren weiter, mussten für diesen Sieg gegen das Lazarett aus Memphis aber härter arbeiten als erwartet. Jaylen Brown übernahm mit 30 Punkten die Hauptrolle, während Jayson Tatum einen echten Kaltstart erwischte und seine ersten acht Würfe allesamt vergab. Unterstützung kam von unerwarteter Seite: Luka Garza steuerte von der Bank aus stolze 22 Punkte bei. Erst ein 10:0-Lauf kurz vor Ende des Spiels sicherte Boston den vierten Sieg in Folge und festigte Platz zwei im Osten.
Die Grizzlies, die derzeit neun Spieler verletzungsbedingt ersetzen müssen, verkauften sich extrem teuer. Tyler Burton, der gerade erst einen 10-Tages-Vertrag unterschrieben hatte, lieferte mit 23 Punkten das Spiel seiner bisherigen Karriere ab. Bis fünf Minuten vor Schluss führte Memphis sogar noch mit einem Punkt, doch am Ende setzte sich die individuelle Qualität und Erfahrung des amtierenden Vizemeisters aus Boston durch.
Minnesota Timberwolves 104:108 Portland Trail Blazers
Jerami Grant hat Eis in den Venen! Mit einem Dreier 22 Sekunden vor Schluss entschied er ein packendes Duell zugunsten der Trail Blazers. Portland verspielte zwar fast eine 18-Punkte-Führung aus der ersten Halbzeit, rettete den Sieg aber dank Grant und Rookie-Center Donovan Clingan, der sein sechstes Double-Double in Serie markierte, über die Zeit. Mit diesem Erfolg klettert Portland auf den achten Platz im hart umkämpften Westen.
Die Timberwolves mussten ohne ihren Star Anthony Edwards antreten und wirkten lange Zeit ideenlos. Rudy Gobert stemmte sich mit 18 Punkten und 15 Rebounds gegen die Niederlage und Neuzugang Donte DiVincenzo hätte das Spiel kurz vor Schluss fast noch ausgeglichen, vergab aber einen Korbleger. Am Ende fehlte Minnesota schlichtweg die offensive Power, um den frühen Rückstand komplett zu drehen.
Denver Nuggets 121:115 Toronto Raptors
Wenn es eng wird, schlägt die Stunde des Jokers. Nikola Jokic bewies einmal mehr seinen MVP-Status und traf 45 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Wurf, um Denver den Sieg gegen hartnäckige Raptors zu sichern. Jamal Murray war mit 31 Punkten der Topscorer der Partie, während Tim Hardaway Jr. mit sieben verwandelten Dreiern von außen für ordentlich Betrieb sorgte. Trotz einer durchwachsenen Phase nach dem All-Star-Break zeigten die Nuggets in den Schlussminuten ihr wahres Champion-Gesicht.
Die Raptors, angeführt von einem starken Österreicher Jakob Pöltl (23 Punkte, 11 Rebounds), gaben sich nie auf und glichen das Spiel eine Minute vor Ende sogar noch aus. Ein finaler 6:0-Lauf der Nuggets besiegelte jedoch die Niederlage für die Kanadier. Toronto verpasste es damit, seine kleine Siegesserie auszubauen, bewies aber gegen den Titelkandidaten aus Colorado, dass sie auch mit den Großen der Liga mithalten können.
