Vor dem Karriereende startet Pesic am Wochenende mit Meister FC Bayern ein letztes Mal in die Playoffs der Basketball Bundesliga (BBL). Bei den Münchnern hatte er im Dezember Weltmeistertrainer Gordon Herbert beerbt. Es sei richtig gewesen, nach der ersten Amtszeit (2012-2016) den Posten ein zweites Mal zu übernehmen, "sonst hätte ich mich immer gefragt, ob ich es nicht hätte machen sollen". Im Meisterrennen seien die Bayern zwar der Favorit, "aber nach den Erfahrungen, die wir gesammelt haben, sage ich: Das wird sehr schwer", so Pesic.
Dass er den Job in hohem Alter noch machen kann, liege auch an festen Abläufen. "Wenn ich ins Flugzeug steige, setze ich mich hin, lese ein Buch, schalte ab. Nach der Ankunft gehe ich direkt ins Hotel und schlafe", sagte Pesic: "Dann ist Training, Meeting, Spiel, wieder ins Hotel, schlafen, alles Routine." Dazu gehe er "zwei-, dreimal pro Woche ins Fitnessstudio, fahre Fahrrad".
Pesic mit neuer Rolle bei Bayern?
Pesic steht seit mehr als 40 Jahren an der Seitenlinie, das Geschäft hat sich nach Ansicht des gebürtigen Serbe seither stark verändert. "Ich glaube, dass Trainer heute weniger Macht haben. Der Einfluss ist geringer, viele wollen in einem Klub am Erfolg teilhaben. Man wird schnell hochgelobt, aber genauso schnell fallen gelassen", meint Pesic: "Spitzensport ist viel mehr Show und Geschäft als früher, aber in Europa noch nicht ganz so sehr wie in den USA."
Dem Klub will er in anderer Funktion erhalten bleiben. Er habe "mit Bayern-Präsident Herbert Hainer schon gesprochen, ich denke, wir werden eine Aufgabe für mich finden", so Pesic.
