Drama bei Rallye-WM: Reifenpanne bei Evans – Ogier greift nach neuntem WRC-Titel

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Sébastien Ogier steht kurz vor dem neunten WM-Titel im Rallyesport
Sébastien Ogier steht kurz vor dem neunten WM-Titel im RallyesportNikos Katikis / PsnewZ / Profimedia

Fesselndes Titel-Finish bei der Rallye-WM: Altmeister Sébastien Ogier hat beste Chancen, sich seinen neunten Weltmeistertitel zu sichern. Bei der 11. Etappe der entscheidenden Saudi-Arabien-Rallye wurde dem bislang WM-Führenden Elfyn Evans eine Reifenpanne zum Verhängnis. Nutznießer war Ogier, der damit drei Plätze und zweieinhalb Minuten vor seinem Toyota-Teamkollegen und Titelrivalen liegt und nun alle Trümpfe in der Hand hält.

"Den Reifenschaden hatten wir gleich zu Beginn des Rennens", haderte Evans, der etwa anderthalb Minuten durch die Panne verlor. "Der Reifen verlor zwar langsam Luft, aber es war noch so viel Luft übrig, dass wir uns entscheiden mussten, ihn an einer Stelle zu wechseln, wo es möglich war. Das war natürlich nicht ideal."

Ogier mit Chance auf historischen Erfolg

Profiteur könnte der 41 Jahre alte Ogier sein. Bemerkenswerterweise hat der Franzose bei vier der insgesamt 14 Saisonrennen auf eine Teilnahme verzichtet und dennoch die Chance, den Titel-Rekord von Landsmann und Rallye-Legende Sébastien Loeb zu egalisieren.

"Wir wollen keine Risiken eingehen", gab sich der achtmalige Weltmeister vorsichtig. "Als ich Elfyns Reifenschaden sah, bin ich es verhaltener angegangen."

Mit der Führung nach WP14, die der Lette Martins Sesks (Ford) hält, hatten die WM-Anwärter allerdings nichts zu tun: Ogier ist Sechster (+1:15,2 Minuten) und Evans Achter (+3:55,3).

Die Rallye rund um Dschidda umfasst insgesamt 17 Wertungsprüfungen auf 319 Kilometern. Die Powerstage am Samstag startet um 11.15 Uhr deutscher Zeit.