Verstappen contra Hamilton: Neue Motoren spalten Formel 1

Hamilton (l.) feierte seinen ersten Podestplatz für Ferrari
Hamilton (l.) feierte seinen ersten Podestplatz für FerrariReuters

Die neuen Hybridmotoren in der Formel 1 spalten weiterhin das Fahrerlager - und die Meinungen sind zunehmend gegensätzlich. "Das ist ein Witz", sagte etwa Max Verstappen nach dem Grand Prix in China über die neue Art des Rennenfahrens - und der sportliche Misserfolg habe mit seiner ablehnenden Haltung nichts zu tun. "Das würde ich auch sagen, wenn ich gewinnen würde. Wer so etwas gut findet, hat keine Ahnung vom Rennsport", sagte der Red-Bull-Pilot.

Angesprochen darf sich dann zum Beispiel Lewis Hamilton fühlen, denn der Rekordweltmeister schwärmte am Sonntag geradezu von der neuen Generation der Boliden. "Ich glaube, das ist das beste Racing, das ich in der Formel 1 je miterlebt habe", sagte er nach seinem dritten Platz, dem ersten Podium im Ferrari: "Das hat sich angefühlt wie im Go-Kart, hin und her, hin und her."

Verstappen ächzt, Hamilton schwärmt

Der Überholmodus in den neuen Antrieben, die ab diesem Jahr ihre Energie zur Hälfte aus der Batterie beziehen, sorgt immer wieder für plötzliche Überholchancen. Um den Akku zu laden, müssen die Piloten allerdings in eigentlich schnellen Streckenabschnitten auch Tempo herausnehmen. Dieser neue Stil gefällt Verstappen überhaupt nicht.

Die Autos der neuen Generation weisen aber auch eine veränderte Aerodynamik auf, auch darauf bezieht sich Hamiltons Lob. Engere Duelle seien nun deutlich besser möglich "als in den vergangenen Jahren", sagte er: "Du kannst sehr nah heranfahren. Es gibt keinen schlechten Windschatten, bei dem du zu viel Abtrieb verlierst. Du kannst dich wirklich gut platzieren, manchmal passt nur ein dünnes Blatt Papier zwischen die Autos."