"Es gibt große Veränderungen"
Das neue Auto glänzt zwar wie seit Jahren nicht mehr, doch auf Max Verstappen kommt wohl erst einmal ein Stotterstart zu – da macht sich der entthronte Formel-1-Weltmeister vor der neuen Saison keine Illusionen.
"Es gibt viele Unbekannte, es gibt große Veränderungen am Motor und am Auto", blickte der Red-Bull-Star voraus, daran müsse er sich erst einmal "gewöhnen". Und es werde ein "bisschen Zeit brauchen".
Immerhin: Zumindest in einer Disziplin waren sie bei Red Bull in der Nacht zu Freitag die Ersten, als der Brauserennstall mit viel Show die neue Lackierung der Boliden für die Jagd auf Titelverteidiger Lando Norris (McLaren) enthüllte.
Unter den Gewölben des ehemaligen Michigan Central Bahnhofs in Detroit präsentierten Verstappen und sein neuer Teamkollege Isack Hadjar ein deutlich helleres, glänzendes Blau an ihrem "RB22" für die neue Ära der Königsklasse – die matte Lackierung ist nach zehn Jahren wieder Geschichte. Der Rennstall sagt, dass er sich dabei "vom ursprünglichen Look von Red Bull in der Formel 1 inspirieren ließ".
Und wie damals, bei den Anfängen des Teams, kommt nun erneut Aufbauarbeit auf die Mannschaft zu, denn: 2026 ist in der Formel 1 fast alles neu.
Neues Regelwerk: Mekies bittet um Geduld
Die Autos werden kleiner und leichter, die Antriebseinheiten werden radikal verändert und bekommen mehr Elektromotorleistung. Und Red Bull geht dabei das Wagnis ein, die Powerunit mit Hilfe seines Partners Ford selbst herzustellen.
Das sei eine "verrückte Herausforderung", meinte Teamchef Laurent Mekies. Und obwohl das Projekt seit fünf Jahren läuft und in der Motorenfabrik in Milton Keynes rund 700 Ingenieure und Techniker arbeiten, erwarten sie erst einmal Probleme.
"Wir wissen, dass es eine Menge Kämpfe, Kopfzerbrechen und schlaflose Nächte geben wird", sagte Mekies: "Aber am Ende werden wir uns durchsetzen. Bitte habt in den ersten Monaten Geduld mit uns."
