Xhaka schlägt Alarm: Schweiz nach "Katarstrophe" unter Druck

Granit Xhaka ist extrem unzufrieden
Granit Xhaka ist extrem unzufriedenREUTERS

Die Schweiz patzt überraschend zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Kapitän Granit Xhaka mahnt nach dem Unentschieden gegen Katar (1:1) zu mehr Disziplin.

Die Zeitungen in der Schweiz sprachen von einer "Katarstrophe", die Fans gingen frustriert ins Bett – Granit Xhaka schlug im fernen Santa Clara Alarm. 

"Wir müssen viele Sachen ändern", sagte der Schweizer Kapitän nach dem überraschenden Patzer zum WM-Auftakt gegen den krassen Außenseiter Katar. Nach dem 1:1 (1:0), mahnte der frühere Leverkusener, "müssen wir mit beiden Beinen auf den Boden kommen". Der Höhenflug durch die USA entpuppte sich zumindest zum Start als Illusion.

Xhaka forderte von seinen Teamkollegen, "die Realität zu verstehen: Wir müssen nicht über den Titel reden oder über die beste WM der Geschichte. Wir sind aktuell nicht so weit!" Schon nach dem ersten Spiel brennt es in der Nati – und Xhaka gab sich zunächst keine Mühe, das Feuer auszutreten.

Missglückter WM-Start für die Schweiz und Trainer Yakin
Missglückter WM-Start für die Schweiz und Trainer YakinIMAGN IMAGES via Reuters/David Gonzales

"Es hatte definitiv auch mit Disziplin zu tun. Man muss auch einmal einfach akzeptieren, was der Trainer sagt. Nicht jeder muss das Gefühl haben, der Showmaker zu sein", kritisierte der 33-Jährige, in der Hoffnung, der Weckruf komme noch rechtzeitig. "Ich glaube, das Ergebnis tut uns als Mannschaft gut, damit wir sehen, wo wir stehen, damit wir sehen, dass wir mehr machen müssen, als wir vielleicht denken."

Match-Center: Katar vs. Schweiz

Ausgleich in der Nachspielzeit

Schon nach der Generalprobe gegen Australien (1:1) in der Vorwoche hatte Xhaka öffentlich Kritik an der Leistung geübt und vor den kommenden Herausforderungen gewarnt – offenbar ohne Wirkung.

Dabei war der Sieg mehr als möglich. Im San Francisco Bay Area Stadium vergab das Team von Trainer Murat Yakin Chance um Chance, lediglich Breel Embolo war mit einem Foulelfmeter (17.) erfolgreich.

Die Schweizer Ineffizienz bestrafte Boualem Khoukhi (90.+4) spät und sicherte Katar den ersten Punkt der WM-Geschichte. "Wenn man die Tore nicht macht", so das bittere Fazit von Xhaka, "dann bekommt man sie".

Katar sicherter sich ein spätes Unentschieden
Katar sicherter sich ein spätes UnentschiedenREUTERS/Eloisa Lopez