Diallo ist Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees und damit auch auf der harten Linie von dessen Präsidenten Aleksander Ceferin unterwegs. Der französische Verbandschef hatte sich gleich gegen Infantinos Vorhaben gewehrt. Außerdem äußerte er auch Kritik an den im Vergleich zur Klub-WM niedrigen Preisgeldern für Nationalmannschaften oder generell den Alleingängen des FIFA-Bosses.
UEFA-Gegenkandidat noch nicht gefunden
Der Schweizer Infantino strebt ungeachtet des krachenden Scheiterns des WM-Investorendeals und der massiven Kritik aus Teilen der Fußballwelt eine weitere Amtszeit an, gewählt wird im kommenden März. Neben anderen fordert vor allem die UEFA seinen Rückzug und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz gegen ihn vor. Erstes Ziel der UEFA ist es, Infantino vor seiner angestrebten Wiederwahl zum Aufgeben zu zwingen.
Sollte Infantino kandidieren, wird die UEFA mit großer Sicherheit einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken. Vieles deutet darauf hin, dass der Kanadier Victor Montagliani - Chef der Verbände aus Nord-, Mittelamerika und der Karibik (CONCACAF) - als Infantino-Herausforderer antreten könnte. Die Frist für eine Nominierung läuft am 18. November ab.
