Rodionov reist mit Selbstvertrauen ins Hauptfeld
Schon der Weg durch die Qualifikation war für Jurij Rodionov alles andere als selbstverständlich. Gegen Kimmer Coppejans gewann der Niederösterreicher zum Auftakt souverän mit 6:1, 6:4. Anschließend bezwang er Frederico Ferreira Silva mit 6:2, 3:6, 6:1. Im entscheidenden Match gegen Jacob Fearnley drehte Rodionov einen Satzrückstand und setzte sich mit 4:6, 6:4, 6:4 durch.
Damit glückte ihm im fünften Anlauf erstmals die Qualifikation für das Hauptfeld in New York. Überhaupt ist es erst Rodionovs vierter Grand-Slam-Hauptbewerb. Seine bisherigen drei Teilnahmen absolvierte er allesamt bei den French Open. 2020 erreichte er dort nach einem Comeback gegen Jeremy Chardy die zweite Runde, 2023 und 2026 war jeweils zum Auftakt Schluss.
Auch die Saisonbilanz macht Mut. Rodionov hält 2026 turnierübergreifend bei 37 Siegen und 21 Niederlagen, auf Hartplatz lautet seine Bilanz 8:3. In Noumea, Madrid und Dublin erreichte er jeweils zumindest das Halbfinale.
Mpetshi Perricards größte Waffe ist der Aufschlag
Trotzdem wartet auf Rodionov eine besondere Herausforderung. Der 2,01 Meter große Giovanni Mpetshi Perricard gehört zu den stärksten Aufschlägern auf der ATP Tour. In den Spielzeiten 2024 und 2025 schlug der Franzose im Schnitt knapp 16 Asse pro Match. 2024 gewann er in Lyon und Basel seine ersten beiden ATP-Titel und kletterte wenige Monate später bis auf Weltranglistenplatz 29.
Seinen bisher größten Auftritt bei einem Grand Slam hatte Mpetshi Perricard ebenfalls 2024. Als Lucky Loser stürmte er in Wimbledon bis ins Achtelfinale. In New York lief es dagegen noch nicht nach Wunsch. Sowohl 2024 als auch 2025 scheiterte er bei den US Open bereits in der ersten Runde.
Vor dem diesjährigen Turnier steckt der 23-Jährige zudem in einem Formtief. Seine Saisonbilanz liegt bei 14:19, auf Hartplatz bei 7:10. Zuletzt kassierte er fünf Niederlagen in Folge. Beim ATP-Turnier in Winston-Salem verlor er sein Auftaktmatch gegen Jenson Brooksby mit 3:6, 2:6.
Für Rodionov dürfte deshalb vor allem entscheidend sein, die Aufschlagspiele des Franzosen möglichst lange eng zu gestalten und eigene Chancen beim Return konsequent zu nutzen.
