Berrettini erstmals seit 2022 im Viertelfinale - auch Cobolli & Auger-Aliassime durch

Aktualisiert
Berrettini siegte am Ende in glatt in drei Sätzen
Berrettini siegte am Ende in glatt in drei SätzenREUTERS/Benoit Tessier

Zachary Svajda gab für seinen Traum vom Viertelfinale alles, jagte im Sprint dem Ball hinterher - und krachte mit vollem Tempo gegen den Schiedsrichter-Stuhl: Der Tennisprofi aus den USA hat in mehrfacher Hinsicht ein schmerzhaftes Aus bei den French Open kassiert. Gegen den Italiener Flavio Cobolli passierte Svajda schon im dritten Spiel des ersten Satzes die ungeplante Kollision, die den Weltranglisten-85. zu Fall brachte.

Svajda pustete im Anschluss einmal kräftig durch, auch Cobolli erkundete sich nach dem Zustand seines Gegners. Nach wenigen Momenten konnte der US-Amerikaner die Begegnung dann aber fortsetzen. Trotz eines großen Kampfes reichte es aber nicht für den Sieg, am Ende stand ein 2:6, 3:6, 7:6 (7:3), 6:7 (5:7).

Zum Match-Center: Flavio Cobolli vs. Zachary Svajda

Auch Auger-Aliassime weiter im Rennen

Im Viertelfinale trifft Cobolli auf Félix Auger-Aliassime, der ebenfalls erstmals das Viertelfinale der French Open erreicht hat und damit kanadische Tennis-Geschichte schreibt. Die Nummer vier der Setzliste, zumindest auf Papier der härteste Rivale von Alexander Zverev, gewann am Montag souverän 6:3, 7:5, 6:1 gegen den Chilenen Alejandro Tabilo.

Zum Match-Center: Felix Auger-Aliassime vs. Alejandro Tabilo

Mit seinem Sieg nach 2:06 Stunden Spielzeit erreichte Auger-Aliassime als erster kanadischer Spieler bei allen vier Grand Slams das Viertelfinale. "Ich bin sehr glücklich, ich liebe dieses Turnier sehr", sagte der Sieger: "Ich hoffe, dass ich es bis zum Ende schaffe."

Der Weltranglistensechste Auger-Aliassime ist neben Zverev der einzige Spieler aus den Top Ten des ATP-Rankings, der in Paris im Viertelfinale steht. Auf Zverev, der am Dienstagnachmittag gegen den spanischen Überflieger Rafael Jódar spielt, kann Auger-Aliassime erst im Endspiel treffen. Von den letzten sieben Duellen mit dem Deutschen hat der Kanadier vier gewonnen - keines davon aber auf Sand.

Italienische Festspiele in Paris?

Für Cobolli, der im April beim ATP-Turnier in München Alexander Zverev im Halbfinale geschlagen hatte, bedeutete der Erfolg den erstmaligen Einzug in die Runde der letzten acht von Paris - und die Erleichterung stand ihm ins Gesicht geschrieben. "Das Spiel ist nie vorbei", sagte der 24-Jährige, der nur mit Mühe den entscheidenden fünften Satz verhinderte: "Ich habe mir fast in die Hose gemacht."

Die Stats zum Spiel
Die Stats zum SpielFlashscore

Berrettini mit rührendem Comeback

Neben Cobolli zog auch sein Landsmann Matteo Berrettini durch ein 6:3, 7:6 (7:2), 7:6 (8:6) gegen den Sinner-Bezwinger Juan Manuel Cerundolo aus Argentinien in das Viertelfinale ein. Erstmals nach langer Verletzungspause, Depressionen und seit den US Open 2022 steht Berrettini in der Runde der letzten acht.

Am Dienstag ist mit Matteo Arnaldi auch noch ein dritter Italiener gefordert, er bekommt es mit dem US-Amerikaner Frances Tiafoe zu tun.

Alles zum zweiten Achtelfinaltag bei den French Open: Mit dem Tennis-Tracker von Flashscore