Potapova will gegen Boulter nächsten Schritt machen
Anastasia Potapova hat zum Auftakt der French Open einen überzeugenden Eindruck hinterlassen. Die als Nummer 28 gesetzte Neo-Österreicherin ließ Maya Joint beim 6:1, 6:2 kaum eine Chance und unterstrich damit, dass mit ihr auf dem Pariser Sand zu rechnen ist. Nach dem Achtelfinaleinzug im Vorjahr will Potapova auch 2026 wieder tief ins Turnier vorstoßen.
In der zweiten Runde wartet mit Katie Boulter eine Gegnerin, die sich zum Auftakt deutlich mehr strecken musste. Die Britin setzte sich gegen Akasha Urhobo erst nach drei Sätzen mit 6:4, 4:6, 6:4 durch und wird gegen Potapova vor allem über ihren Aufschlag und ihr aggressives Grundlinienspiel kommen müssen.
Im direkten Vergleich ist dieses Duell noch Neuland, denn Potapova und Boulter standen sich bislang nicht gegenüber. Die Vorteile liegen dennoch eher aufseiten von Potapova. Sie bringt mehr Sandplatzroutine mit, bewegt sich auf Asche besser und kann das Tempo sowohl aus der Defensive als auch aus der Offensive variieren.
Grabher nach klarem Auftaktsieg gegen Anisimova gefordert
Julia Grabher hat in Runde eins ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Die Vorarlbergerin setzte sich gegen Rebecca Sramkova souverän mit 6:2, 6:2 durch und bestätigte damit, dass sie sich auf dem Pariser Untergrund wohlfühlt. Für Grabher ist der Einzug in die zweite Runde auch deshalb wichtig, weil sie nach schwierigen Monaten wieder wertvolle Grand-Slam-Punkte sammeln kann.

Nun wartet mit Amanda Anisimova allerdings eine Gegnerin aus einer ganz anderen Gewichtsklasse. Die US-Amerikanerin wird von der WTA aktuell als Weltranglistensechste geführt. Nach rund zweimonatiger Matchpause startete Anisimova gegen Tiantsoa Rakotomanga Rajaonah zunächst etwas holprig, fand dann aber klar in die Partie und zog souverän in die zweite Runde ein.
Auch Grabher und Anisimova haben bislang noch kein offizielles Duell gegeneinander bestritten. Die Rollen sind dennoch klar verteilt: Anisimova verfügt über mehr Durchschlagskraft, Grand-Slam-Erfahrung und das höhere Tempo von der Grundlinie. Wenn Grabher an ihre Erstrundenleistung anschließen kann, könnte sie die Favoritin aber zumindest länger beschäftigen.
