Tour Auvergne Rhone-Alpes: US-Amerikaner Simmons mit nächstem Ausreißer-Sieg

Quinn Simmons bejubelt den Etappensieg in Montrond-Les-Bainsauf.
Quinn Simmons bejubelt den Etappensieg in Montrond-Les-Bainsauf.ČTK / imago sportfotodienst / Vincent Kalut

Der US-Radprofi Quinn Simmons hat dem deutschen Rennstall Lidl-Trek bei der Tour Auvergne Rhone-Alpes den ersten Tagessieg beschert. Der 25-Jährige setzte sich auf der vierten Etappe nach 167,4 Kilometern zwischen Le Puy-en-Velay und Montrond-Les-Bainsauf im Sprint einer Fluchtgruppe vor dem heranrauschenden Hauptfeld durch. Simmons verwies den Neuseeländer Finn Fisher-Black von der deutschen Mannschaft Red Bull-Bora-hansgrohe und den Franzosen Mattéo Vercher (TotalEnergies) auf die Plätze.

An der Spitze der Gesamtwertung bleibt weiter der Franzose Alex Baudin (EF Education-EasyPost). Sein Vorsprung auf das Duo Kévin Vauquelin und Oscar Onley von Netcompany Ineos beträgt zwölf Sekunden. Der französische Shootingstar Paul Seixas (Decathlon-CMA CGM) liegt eine Minute zurück, wie seine ärgsten Widersacher Juan Ayuso (Lidl-Trek) und Isaac del Toro (UAE Emirates-XRG) rollte der 19 Jahre alte Topfavorit mit dem Peloton ins Ziel.

Rund 90 Kilometer vor dem Ziel formierte sich die zehnköpfige Fluchtgruppe mit Simmons, das Hauptfeld gewährte den Ausreißern allerdings maximal zwei Minuten Vorsprung. Nach insgesamt sechs Bergwertungen holte das Peloton auf dem flachen Schlussstück viel Zeit auf, die Flüchtigen hielten aber mit enormen Tempo dagegen und wurden nicht mehr rechtzeitig eingeholt.

Sprintetappe am Donnerstag

Simmons fuhr den dritten Sieg eines Ausreißers bei der Generalprobe für die Tour de France (4. bis 26. Juli) ein. Bei der Frankreich-Rundfahrt wird der US-Meister zum vierten Mal am Start stehen, nachdem er vor allem im vergangenen Jahr durch regelmäßige Fluchtversuche für Aufsehen gesorgt hatte. Phil Bauhaus wurde vier Sekunden hinter Simmons als 13. bester Deutscher.

Am Donnerstag dürften die endschnellen Männer den Sieg der fünften Etappe unter sich ausmachen. Die einzigen beiden kategorisierten Anstiege warten bereits zu Beginn der insgesamt 195 Kilometer. Das Nachfolgerennen des Critérium du Dauphiné endet am Sonntag. Bis dahin stehen drei Bergankünfte nacheinander auf dem Programm.