"Wenn wir heute schon zufrieden wären, dann wäre Vincent nicht zufrieden, dass wir zufrieden sind", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen mit Blick auf den ewig ehrgeizigen Trainer Kompany und betonte: "Wir haben noch ein bisschen was vor!"
Das erklärte Ziel vom FC Bayern ist das europäische Triple. Das 2:1 im Franz-Beckenbauer-Supercup bei Borussia Dortmund und jetzt das 5:1 gegen den VfB Stuttgart waren gleich zu Beginn zwei "Duftmarken" gegen direkte Konkurrenten, wie Max Eberl frohlockte. Aber, betonte der Sportvorstand: "Das fällt uns nicht in den Schoß!"
Spielbericht: Bayern München vs. VfB Stuttgart
Weiter, immer weiter
Es steht den Bayern ein knackiges Programm bevor: Am Mittwoch im DFB-Pokal in Osnabrück, dann gegen Aufsteiger Schalke 04. In der Ligaphase der Champions League folgen die Kracher Vorjahresfinalist FC Arsenal und die Auswärtsspiele bei Manchester United und im Finalstadion bei Atlético Madrid .
"Wir pushen weiter, alle miteinander, dass wir besser werden und dass wir gefühlt jedes Spiel gewinnen", versprach Konrad Laimer bei Sky.

Für die Bundesligisten mag sich das wie eine Drohung anhören. Ist die Langeweile im Titelkampf programmiert? "Also ich", meinte Dreesen verschmitzt, "finde das naturgemäß nicht langweilig. Wir sind dafür da, guten Fußball zu spielen, der hoffentlich erfolgreich ist."
Neuzugang Saibari zeigt schon seine Klasse
Das scheint auch in dieser Saison wieder eindrucksvoll zu gelingen – auch wenn Torgarant Harry Kane wie am Freitagabend mal nicht trifft.
Zumal die beiden teuren Zugänge Nathaniel Brown und Ismael Saibari (mit zwei Vorlagen) auch gegen den VfB ihre Klasse zeigten. Vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp gefielen aber auch Nationalspieler wie Joshua Kimmich oder Aleksandar Pavlovic und Wirbelwind Michael Olise.

"Perfekt ist es nie, war es auch heute nicht, aber es war schon beeindruckend", sagte Trainer Vincent Kompany, der auch noch den genesenen Lennart Karl wieder zur Verfügung hat, und ergänzte: "Es ist in der DNA dieser Mannschaft, dass sie immer mehr Tore schießen wollen, ohne Angst."
Kimmich wollte da nicht widersprechen, teils war ihm die Vorstellung aber zu "wild", wie er bekannte. "Wir haben wieder ein Gegentor bekommen, wieder nach einer Flanke, daran müssen wir arbeiten", betonte er nach dem "Schritt in die richtige Richtung". Aber: "Trotzdem glaube ich, dass wir noch ein Stück von unserem besten Level entfernt sind." Die nächste Drohung.

