Hossein Vafei bleibt der erwartet unbequeme Gegner für Judd Trump, doch dank drei hohen Breaks infolge nimmt die Nummer eins der Welt eine 9:7-Führung in den morgigen Tag.
Die Session startete mit einem ähnlichen Verlauf wie die gestrige endete. Trump hatte seine Chancen und führte den ersten Frame zwischenzeitlich auch an, doch Vafei blieb dran und gewann den Durchgang dank mutigem Lochspiel.
Zum Match-Center: Trump vs. Vafei
Judd Trump weiterhin mit Problemen
Der zehnte Frame erinnerte lange ebenfalls an die erste Session: Trump legte ein 65er Break vor, verpasste es aber, den Frame zu entscheiden. Vafei arbeitete sich mit kleineren Breaks, in denen er ein denkbar schwieriges Bild geduldig abarbeitete, bis zum Endspiel auf die Farben vor. Dort verpasste er es aber, auf Blau zu stellen, die nah an der langen Bande klebte. Nach einem Safety-Duell war es dieses Mal aber Trump, der erstmals im Match einen engen Frame für sich entschied.
In der Folge waren es hohe Breaks, die das Match bestimmten. Trump nutzte im elften Frame seine erste Chance und führte dank eines 76er Breaks erstmals seit dem fünften Frame. Der Vorsprung hielt aber nicht lange. Vafei konterte mit einer 82, ehe er einen 39:18-Rückstand im 13. Frame mit einer 65er Clearence drehte und wieder in Führung ging.
Judd Trump dreht spät auf
Die Nummer eins der Welt blieb trotz des erneuten Comebacks des Iraners aber cool und konterte mit dem ersten Century Break der Session. Genau 100 Punkte erzielte Trump, die ihm das 7:7 brachten.
Auch in den beiden finalen Frames war Vafei chancenlos. Mit einem 74er Break und einer 94 ging Trump erstmals seit seiner 3:1-Führung mit zwei Frames in Führung.
Neil Robertson in Top-Form
Auf dem Nebentisch erwischte Neil Robertson gegen Chris Wakelin einen Sahnetag. Nachdem der Australier zum Abschluss der ersten Session einen 4:1-Vorsprung verspielte, beendete er den heutigen Tag mit einem starken Finish und nimmt so eine 10:6-Führung in die morgige Entscheidung.
Robertson holte die ersten beiden Frames ohne große Gegenwehr, dabei gelang ihm unter anderem ein 66er Break. Wakelin antwortete mit einer 73 zum 6:5, hat in der Folge aber Pech, als er mit einem 30-Punkte-Vorsprung bei einer gelochten Kombination auch den Spielball versenkte. Robertson nutzte die Chance und stellte dank einer 57 auf 7:5.
Zum Match-Center: Robertson vs. Wakelin
Neil Robertson profitiert von strittiger Schiedsrichter-Entscheidung
Wakelin verkürzte nach der Pause auf 6:7, doch eine strittige Schiedsrichterentscheidung sorgte im 14. Frame für Aufsehen. Der Engländer lochte beim Stand von 42:0 eine lange Rote, soll dabei aber mit seinem Queue die Gelbe touchiert haben. Die deutsche Schiedsrichterin Maike Kessler entschied auf Foul und blieb auch nach Videostudium bei ihrer Entscheidung, was Wakelin nicht nachvollziehen konnte. Robertson konnte die Kontroverse egal sein, er stellte dank einer 65er Clearence auf 8:6.
Die Szene war aber ein Knackpunkt in Wakelins Spiel, der in den finalen beiden Frames wenig zu melden hatte. Der Australier agierte jetzt in Topform und spielte wieder ein 65er Break, ehe er mit einem 101er Century die Session erfolgreich krönte.
