"Er stand kurz davor zuzusagen"
Der ehemalige Sportdirektor von Italiens Fußball-Verband FIGC hatte den katalanischen Starcoach in Barcelona besucht und diskutierte mit ihm stundenlang über ein mögliches Engagement.
Pep Guardiola habe sogar schon taktische Ideen entwickelt, um der Squadra Azzurra wieder auf die Beine zu helfen. "Er war sehr interessiert. Er stand kurz davor zuzusagen. Er fing sogar an, Aufstellungen auf Papier zu skizzieren", so Paolo Maldini.
Dass der Deal nicht zustande gekommen ist, sei letztendlich nicht an finanziellen Fragen, sondern an den erschöpften Kraftreserven des 55-jährigen Trainers gescheitert. "Geld spielte nie eine Rolle", so Maldini. Allerdings habe sich Guardiola "einer Rückenoperation unterzogen. Er wollte sich ausruhen."

Zudem wollte der Spanier nach seinem zehnjährigen Engagement bei Manchester City wieder vermehrt Zeit mit der eigenen Familie verbringen.
Absage auch von Ancelotti
Nach der Absage Guardiolas hatte Maldini drei mögliche Alternativen in Betracht gezogen. Neben Andrea Pirlo – dessen Verbindungen nach Russland eine Anstellung verhinderten – seien auch Daniele de Rossi vom FC Genoa und Fabio Grosso von der Fiorentina in Betracht gezogen worden.
Bestehende Absprachen zwischen dem FIGC und der Serie A verhinderten dieses Vorhaben jedoch. Maldini habe zudem mit Carlo Ancelotti telefoniert. "Er teilte uns mit, dass Brasilien ihm erneut das volle Vertrauen ausgesprochen habe, und wünschte uns viel Glück. Es war ein Anruf, den wir für notwendig hielten", sagte der ehemalige Weltklasse-Verteidiger.
Führungsduo mit Mancini und Ranieri
Nachdem die Verpflichtung Pirlos gescheitert war, hatte er seinen Rücktritt erklärt. Neuer Sportdirektor wurde daraufhin der erfahrene Claudio Ranieri.
Zum italienischen Nationaltrainer wurde letztendlich Roberto Mancini erklärt. Der 61-Jährige soll sein Heimatland endlich wieder zu einer Weltmeisterschaft führen – zuletzt konnte sich der vierfache Weltmeister im Jahr 2014 für eine Endrunde qualifizieren.

