Noch im Dezember 2024 war Rashford unter Ruben Amorim bei United außen vor. Der Angreifer spielte keine Rolle mehr und ein Abschied schien die einzig sinnvolle Lösung. Über eine erfolgreiche Leihe zu Aston Villa führte sein Weg schließlich nach Barcelona. Dort fand Rashford seine Form wieder und meldete sich auch in der englischen Nationalmannschaft zurück.
Rashford bekommt bei United eine neue Chance
Bei Barcelona überzeugte Rashford in seiner Leihsaison mit 14 Toren und zwölf Vorlagen. Gleichzeitig gewann er mit den Katalanen die spanische Meisterschaft und den Supercup. Trotzdem entschied sich Barça gegen eine dauerhafte Verpflichtung und ließ die Kaufoption über rund 30 Millionen Euro verstreichen. Die Verpflichtung von Anthony Gordon spielte dabei eine wichtige Rolle.
Damit ist Rashford wieder dort, wo seine Probleme einst begonnen hatten: in Manchester. Allerdings haben sich die Voraussetzungen verändert. Amorim ist inzwischen nicht mehr United-Trainer, sondern bei AC Mailand tätig. Michael Carrick hat übernommen und scheint bereit zu sein, dem 28-Jährigen eine faire Chance zu geben. Rashford hat inzwischen wieder mit der Mannschaft trainiert und gehört zum Kader für die Saisonvorbereitung.
Barcelona hat Rashfords Karriere neu belebt
Der Wechsel nach Barcelona kam für Rashford zur richtigen Zeit. Nach den schwierigen Monaten unter Amorim brauchte er ein Umfeld, in dem er wieder Vertrauen spüren und regelmäßig auf hohem Niveau spielen konnte. Genau das bekam er unter Hansi Flick.

Seine Zahlen sprechen dabei eine klare Sprache. Doch auch jenseits von Toren und Vorlagen lieferte Rashford Argumente für eine Rückkehr auf Topniveau. Seine Schnelligkeit machte ihn zu einer gefährlichen Waffe bei schnellen Gegenstößen, während er mit seiner Abschlussstärke regelmäßig für Gefahr sorgte. Seine Zeit in Spanien hat damit gezeigt, dass der Engländer keineswegs am Ende seiner Entwicklung angekommen ist.
Rashford bringt weiterhin starke offensive Werte mit
Besonders interessant ist sein Profil als Flügelspieler. Rashford kann mit Tempo Räume attackieren, selbst abschließen oder nach innen ziehen und Chancen für seine Mitspieler kreieren. In Barcelona musste er zudem nicht dauerhaft als zentraler Angreifer agieren, sondern konnte seine Stärken auf der Außenbahn ausspielen.
Auch sein Passspiel entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil seines Spiels. Mit einer Passquote von 83,74 Prozent war er in dieser Hinsicht solide unterwegs. Dazu kamen zahlreiche selbst kreierte Chancen und eine hohe Zahl an Abschlüssen. Seine Entwicklung in Barcelona zeigt deshalb, dass Rashford nicht ausschließlich über seine Geschwindigkeit und seine Tore definiert werden muss.

Neben seinen Torbeteiligungen fällt vor allem seine Aktivität im letzten Drittel auf. Für Manchester United könnte das interessant werden, denn Carrick muss nicht zwangsläufig versuchen, den Rashford aus früheren Jahren zurückzubekommen. Er kann vielmehr mit einem Spieler arbeiten, der nach seiner Zeit in Spanien zusätzliche Facetten entwickelt hat.
Alte Bekannte: Konkurrenz um die Plätze wird groß
Für Rashford könnte dabei auch die persönliche Verbindung zu Carrick eine wichtige Rolle spielen. Der heutige United-Trainer war bereits Teil des Klubs, als der Angreifer als Nachwuchsspieler den Sprung in die erste Mannschaft schaffte. Carrick kennt deshalb nicht nur den Profi Rashford, sondern auch dessen Weg durch die Akademie und seine ersten Schritte bei den Profis.
Ein Selbstläufer wird die Rückkehr allerdings nicht. United verfügt inzwischen über eine deutlich veränderte Offensive. Matheus Cunha, Bryan Mbeumo und Benjamin Sesko bilden einen Teil des neuen Angriffs und haben sich unter Carrick bereits zu wichtigen Säulen entwickelt.
Noch ist deshalb nicht garantiert, dass Rashford die komplette Saison bei Manchester United verbringen wird. Ob es tatsächlich ein langfristiges Comeback im Trikot der Red Devils gibt, liegt nun an Rashford und Carrick. Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls deutlich besser als noch unter Amorim.
