Österreichs Herren-Nationalteam hat die Qualifikation für die FIBA Basketball-Weltmeisterschaft 2027 mit einer 66:112-Niederlage in Lettland beendet. Die aufgrund zahlreicher Ausfälle stark verjüngte Auswahl von Teamchef Aramis Naglic präsentierte sich in Riga vor rund 9.000 Zuschauern vor allem in der ersten Hälfte deutlich verbessert und hielt mit dem Zwölften der Europameisterschaft 2025 lange mit. Nach der Pause setzte sich die individuelle Klasse der Gastgeber jedoch klar durch.
Mit einer Bilanz von einem Sieg und fünf Niederlagen beendet Österreich die Gruppe F auf Rang vier und verpasst damit den Aufstieg in die nächste WM-Qualifikationsphase.
Ausgeglichene erste Halbzeit gegen EM-Teilnehmer
Die ÖBV-Auswahl startete mutig in die Partie und ließ sich vom hohen Tempo der Letten nicht beeindrucken. Angeführt von Nordin Kapic, der immer wieder unter dem Korb Akzente setzte, lag Österreich nach wenigen Minuten sogar mit 10:8 in Führung. Dank einfacher, aber effizient ausgespielter Angriffe blieb Rot-Weiß-Rot über das gesamte erste Viertel auf Augenhöhe. Ein Vier-Punkte-Spiel von Starlin Inoa Gil sorgte für einen ausgeglichenen 22:22-Zwischenstand.
Zum Matchcenter: Lettland - Österreich
Auch im zweiten Abschnitt hielt Österreich den Rückstand in Grenzen. Mit aggressiven Aktionen gegen die lettischen Big Men und einer konzentrierten Leistung ging es beim Stand von 42:54 in die Halbzeitpause.
Lettland dreht nach der Pause auf
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber das Tempo noch einmal deutlich. Das schnelle Ball-Movement der Letten stellte Österreich zunehmend vor Probleme, während offensiv kaum noch gute Abschlüsse gelangen. Die Kräfte der jungen Mannschaft schwanden, der Rückstand wuchs kontinuierlich an. Topscorer der ÖBV-Auswahl war Nordin Kapic mit 19 Punkten.
Teamchef Aramis Naglic zog trotz der deutlichen Niederlage ein positives Fazit. „Wir haben gegen einen erneut physisch starken Gegner eine sehr ansprechende erste Halbzeit gezeigt und dabei unser Maximum herausgeholt. In den zweiten 20 Minuten konnten wir der Intensität des Heimteams nichts mehr entgegensetzen. Aber dieses Spiel vor dieser großartigen Kulisse war eine unglaubliche Erfahrung für unsere junge Mannschaft. Jeder Einzelne wird von diesen 40 Minuten – aber auch von der gesamten letzten Woche im Team – viel für seine Entwicklung mitnehmen.“
Fokus richtet sich auf EuroBasket-Qualifikation
Nach dem Aus im WM-Qualifikationszyklus richtet sich der Blick nun auf die zweite Phase der Qualifikation zur FIBA EuroBasket 2029. Österreich trifft dabei auf Zypern sowie einen weiteren Gegner aus Nordmazedonien, Norwegen, Bulgarien oder der Slowakei. Der Auftakt erfolgt am 27. August auswärts auf Zypern, das erste Heimspiel steht drei Tage später auf dem Programm. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich für die nächste Runde.
