Er hoffe, so Alexander Zverev, dass durch seinen Titel in Paris "irgendwas geplatzt ist und ich da auch weitermachen kann. Ich habe erst eins der vier Grand Slams gewonnen. Ich will weiter an meinen Träumen arbeiten", sagte der Hamburger.
Alcaraz tatsächlich in Reichweite
Der Weg an die Spitze der Weltrangliste, die Zverev vor seiner schweren Knöchelverletzung 2022 beinahe erreicht hätte, dürfte schwierig werden. Der Italiener Jannik Sinner hat trotz seines sensationellen Zweitrunden-Ausscheidens in Paris einen großen Vorsprung. Er liegt mit 13.500 Punkten auf Rang eins – vor dem derzeit verletzten Spanier Carlos Alcaraz (9.960) und Zverev, der auf 7.305 Punkte kommt.

Beim Rasenklassiker in Wimbledon (ab 29. Juni) könnte Zverev mit einem erstmaligen Finaleinzug aber zumindest am verletzten Alcaraz vorbeiziehen. Er malt sich vor Turnierbeginn durchaus Chancen auf den nächsten Coup aus. "Ein Grand-Slam-Titel hilft immer. Ich bin besser in Form als im letzten Jahr und kann glaube ich auch in Wimbledon was tun", sagte Zverev.
Becker: Deutschland möchte Zverev "besser verstehen"
Boris Becker glaubt nach dem French-Open-Sieg von Zverev an einen Schub für das deutsche Tennis. "Wir sind wieder in einem Tennisboom", sagte Becker in seinem Podcast mit Ex-Spielerin Andrea Petkovic und argumentierte mit Rekordeinschaltquoten im TV während des Grand Slams in Paris.
"Warum? Wir haben neue Gesichter, neue Sieger, neue Geschichten. Es sind sympathische Spieler, die Jungen rücken nach, das finden die Fans spannend", führte Becker aus. "Es gab keine Sendung am Sonntagnachmittag, die mehr Quoten hatte, als das Finale von Roland Garros."
Wichtig sei aus deutscher Perspektive allerdings, ergänzte Becker, dass Zverev sich nun gegenüber den Tennisfans weiter öffne. "Die Fans wollen den Menschen Sascha Zverev besser verstehen. Sie sind jetzt offen, ihn zu umarmen, aber er muss ihnen ein bisschen was geben", sagte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger.

