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Letzter Ritt in Zandvoort: Verstappen und Co. jagen den italienischen Überflieger

Max Verstappen möchte ein letztes Mal das heimische Publikum begeistern.
Max Verstappen möchte ein letztes Mal das heimische Publikum begeistern.Joerg Mitter / Red Bull Content Pool

Als sich Max Verstappen endlich aus dem donnernden Fragenhagel befreit hatte, richtete er den Fokus auf seine sportliche Mission in Zandvoort. "Da ich weiß, dass es hier das letzte Rennen ist", sagte der viermalige Weltmeister, "möchte ich die positive Stimmung aufrechterhalten." Mit seiner vorzeitigen und durchaus überraschenden Vertragsverlängerung bis 2030 bei Red Bull sorgte Verstappen schon zu Beginn der Abschiedsparty für Jubelstürme bei der "Orange Army", am Wochenende sollen beim Ritt zwischen den Dünen nun auch auf der Strecke weitere denkwürdige Momente folgen.

Beim vorerst letzten Großen Preis der Niederlande (Sonntag, 15.00 Uhr/RTL und Sky) sind natürlich alle Augen auf den Lokalmatadoren gerichtet - und damit verbunden die Frage, ob Verstappen wirklich noch einmal vor heimischem Publikum glänzen kann. Noch ist er ohne Sieg im Jahr 2026, immer wieder schimpft der 28-Jährige über sein Auto, das im Vergleich zur Konkurrenz nicht stark genug ist.

Doch mit drei Podestplätzen in den vergangenen vier Rennen kehrt Verstappen mit Rückenwind aus der vierwöchigen Sommerpause zurück. Sein neuer Deal, der ihm ab 2027 offenbar 92 Millionen Euro pro Jahr in die eigenen Kassen spült, soll nun weiteren Auftrieb verleihen.

Schon am Samstag stehen mit dem Sprint (12.00/Sky) und der Qualifikation (16.00/NITRO und Sky) zwei Highlights im regnerischen Küstenort an. Während Verstappen auf den märchenhaften Befreiungsschlag hofft und seine niederländischen Fans "stolz" machen will, geht Mercedes-Überflieger Kimi Antonelli als klar Führender im Titelrennen in die zweite Halbzeit. Mit dem Formel-1-Thron im Blick übt sich der italienische Teenager aber noch in Zurückhaltung.

"Ich weiß, dass die Erwartungen sehr hoch sind", sagte Antonelli, der mit 50 Punkten Vorsprung auf Lewis Hamilton anreiste: "Aber ich für meinen Teil muss einfach weiter Ergebnisse liefern und meinen Job so gut wie möglich erledigen, ohne mir Gedanken über die Meisterschaft zu machen."

Hamilton lauert im Hintergrund

Und auch Teamchef Toto Wolff hob trotz der vermeintlich komfortablen Ausgangslage mahnend den Zeigefinger: "Wir haben Punkte liegen lassen, unsere Konkurrenten haben den Leistungsrückstand verringert, und wir wissen, dass die zweite Jahreshälfte uns mehr abverlangen wird als die erste."

Die Jäger sind stark - und üben immer mehr Druck auf Mercedes aus. Zuletzt stieg Weltmeister und McLaren-Pilot Lando Norris beim Grand Prix in Ungarn eindrucksvoll in die Reihe der Saisonsieger auf. Zudem machen Hamilton und Charles Leclerc mit ihren Ferraris Antonelli und dessen Teamkollegen George Russell das Leben schwer.

Vor allem Hamilton hat den Traum vom achten Titel noch nicht begraben. Nun könnte der Rekordweltmeister eine Premiere feiern, in Zandvoort ist er noch ohne Sieg. "Ich habe auf so ziemlich allen anderen Rennstrecken gewonnen", sagte Hamilton - und schickte eine Kampfansage an Antonelli, Verstappen und Co.: "Das möchte ich auf jeden Fall ändern."