So werde der Schlaf wohl "erst wieder ruhiger, wenn die Woche überhaupt rum ist", sagte Becker, "man macht sich doch viele Gedanken. Erstmal bin ich natürlich heilfroh, dass alle Pferde, alle Paare sich hier so gut präsentiert haben". Schließlich trägt der 67-Jährige auch in Sachen Nominierung und Vorbereitung immense Verantwortung - bislang schien er mit seinen Überlegungen aber stets goldrichtig zu liegen.
Der finale Beweis dafür steht nun aus, als führende Nation vor den USA und Belgien geht die deutsche Equipe in den dritten und entscheidenden Mannschaftsumlauf (ab 18.50 Uhr). "Mehr Druck ist natürlich da als Gejagter", warnt Becker, eine andere Ausgangslage hätte er sich selbstverständlich nicht gewünscht. Das Team müsse nun "kämpfen", forderte er: "Die Tagesform muss auch morgen erst recht passen und auch das nötige Glück - das brauchen wir genauso."
Deutsche Medaillenchancen am Sonntag?
So soll es dann endlich klappen mit dem erster Mannschaftstitel seit 16 Jahren, zuletzt gab es 2010 in Lexington WM-Gold. Drei fehlerfreie Ritte muss das Team mit Europameister Richard Vogel, Sophie Hinners, Daniel Deußer und Marcus Ehning dafür zeigen.
Die Motivation ist groß, schließlich steht auch in der Einzelwertung viel auf dem Spiel: Die Top 25 dürfen das Finale am Sonntag reiten (14.20 Uhr), dazu zählen momentan alle Deutschen. Hinners liegt sogar auf dem Silberrang, Deußer lauert auf Platz drei.
