Der langjährige Innenverteidiger absolvierte 117 Länderspiele und führte die Squadra Azzurra 2021 als Kapitän unter Roberto Mancini zum EM-Titel. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler arbeitet als Manager bei seinem früheren Verein Juventus Turin. Mancini gilt nach einigen Absagen als heißer Kandidat auf den Posten des Nationaltrainers. Ein Sprecher des italienischen Fußballverbandes FIGC bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass "Gespräche mit Roberto Mancini" geführt werden.
Die Entscheidung wird laut Medien innerhalb der kommenden zwei bis drei Tage erwartet. Der Verbandsvorstand will sich auf seiner Sitzung am Dienstag mit der Personalie befassen. Das Bemühen um Starcoach Pep Guardiola war ebenso ins Leere gelaufen wie jenes um Carlo Ancelotti (Brasilien). Die Alternative Andrea Pirlo war wegen der Zusammenarbeit des einstigen Mittelfeld-Genies mit einem russischen Wettanbieter keine.
Wer übernimmt bei Italien?
In Folge des Scheiterns ihres Bemühens um Pirlo traten die erst vor gut zwei Wochen verpflichteten Sportdirektoren Paolo Maldini und Leonardo zurück. Der ebenfalls erst seit gut einem Monat amtierende Verbandspräsident Giovanni Malago steht vor einem Scherbenhaufen. "Italien muss neu gegründet werden", kommentierte die Gazzetta.
Begleitet wird die Trainersuche von einem öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sportminister Andrea Abodi und Malago. Abodi bescheinigte dem Verbandschef, dieser gebe eine "unschöne Figur" ab. Malago konterte, nicht jeder könne über Fehler anderer urteilen.
