Im Rahmen der Vorbereitung müssen demnach "alle Schiedsrichterpaare ein obligatorisches Konditionstraining und eine Fitnessbewertung absolvieren", um "die körperliche Bereitschaft" der Beteiligten sicherzustellen und zu gewährleisten, dass diese "den Leistungsstandards des Turniers entsprechen". Dafür sollen nach EHF-Angaben zwei Videoaufzeichnungen eines sogenannten "Multistage Fitness Test" acht Wochen und vier Wochen vor der EM hochgeladen werden.
"Nach der Einreichung der Aufzeichnungen durch Nikolov und Nachevski wurde die Europäische Handballföderation Ende Dezember darüber informiert, dass die von den beiden Schiedsrichtern eingereichten Videos möglicherweise verändert wurden und möglicherweise keine genaue Aufzeichnung des gesamten Tests darstellen", hieß es in der Verbandsmitteilung.
Daraufhin habe man das Material von den Experten des EHF-Fitnesspartners Fitgood Pro weiter analysieren lassen und habe dieses auch an den Integritätspartner Sportradar übergeben. "Die eingehende Analyse ergab Hinweise darauf, dass die Videos mit hoher Wahrscheinlichkeit manipuliert wurden", teilte die EHF mit.
Rechtliche Folgen drohen
Angesichts der vorliegenden Beweise und um die Integrität der Europameisterschaft zu schützen, habe die EHF nach interner Rücksprache mit der Turnierleitung beschlossen, die Nominierung von Slave Nikolov und Gjorgji Nachevski zurückzuziehen. Es werden laut Verband 17 Referee-Paare nominiert, "die Funktionsfähigkeit des Schiedsrichterwesens der Meisterschaft bleibt vollständig gewährleistet".
Der Fall werde weiter untersucht, die EHF behalte "sich das Recht vor, rechtliche Schritte vor ihren Rechtsinstanzen einzuleiten".
