Zwei Teams, ein Ziel: Magdeburg und Berlin in Favoritenstellung fürs Final Four

Gidsel (r.) erwartet zwei enge Spiele gegen Veszprem
Gidsel (r.) erwartet zwei enge Spiele gegen VeszpremČTK / imago sportfotodienst / Daniel Lakomski

Bennet Wiegert befindet sich im Tunnel. Bei der Mission Titelverteidigung will der Trainer des SC Magdeburg nichts dem Zufall überlassen. "Wir brauchen über 120 Minuten eine sehr gute Leistung und können uns auf ein hitziges Duell einstellen", sagt Wiegert vor dem Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN und Dyn) im Hexenkessel von Pick Szeged.

Das Ziel ist klar: Nach dem dramatischen Ende aller Triple-Hoffnungen durch das Halbfinal-Aus im Siebenmeterwerfen des DHB-Pokals soll es für den designierten deutschen Meister keine weitere böse Überraschung in der Königsklasse geben. Im Gegenteil. Der SCM will zum vierten Mal in Folge ins Final Four einziehen und dort seinen Vorjahres-Triumph als erste deutsche Mannschaft überhaupt wiederholen.

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Verhindern können das unter anderem die Füchse Berlin, der Vorjahresfinalist tritt in der Runde der letzten acht am Donnerstag (18.45 Uhr/DAZN und Dyn) zunächst bei Ungarns Tabellenführer Veszprem HC an. "Wir haben ein gutes Momentum, aber Veszprem ist kein Wunschgegner", sagte Welthandballer Mathias Gidsel. Bei allem Rückenwind des Pokalsiegs erwartet er "zwei enge Spiele".

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Goldquelle Champions League: Vorzeichen stehen gut

Ihren Stellenwert bezieht die Champions League auch, manche sagen vor allem, aus ihrem finanziellen Anreiz. Schon jetzt gehören Magdeburg (275.000 Euro an garantierten Prämien) und Berlin (270.000 Euro) zu den Topverdienern der laufenden Saison. Beim Finalturnier in Köln (13. und 14. Juni) winkt dann der ganz große Zahltag. So erhält der Sieger 300.000 Euro obendrauf, der Dritte bekommt immerhin noch die Hälfte.

Auf dem Weg zum Königsklassen-Jackpot sollen die Viertelfinalspiele gegen die beiden ungarischen Vertreter für die deutschen Klubs bloß nicht zum Stolperstein werden. Die jüngsten Ergebnisse sprechen für die Bundesliga, denn sowohl Magdeburg gewann seine beiden Spiele in der Gruppenphase gegen Szeged als auch die Füchse gegen Veszprem.

"Ein Viertelfinale ist etwas ganz anderes", warnt Magdeburgs Felix Claar: "Es wird schwieriger, intensiver und energiegeladener sein, da es in dieser Phase des Wettbewerbs um alles oder nichts geht."