Alexander Zverev hat in den bisherigen fünf Matches die meisten Punkte im gesamten Turnier gesammelt. Beim 2. Aufschlag beträgt belegt er den zweiten Platz unter allen 128 French-Open-Teilnehmern. Bei der Qualität des Returns liegt er auf dem fünften Platz. Auch in der Winner-Statistik befindet sich der 29-jährige Deutsche unter den Top Ten (Platz 7).
Doch auch Jakub Mensik befindet sich in mehrfacher Hinsicht unter den besten Spielern des bisherigen Grand Slams. Insbesondere seine Anzahl an Winner-Schlägen ist beeindruckend (245), in dieser Statistik liegt er auf dem zweiten Platz. Auch auf seinen 1. Aufschlag kann er sich verlassen (Platz 9), zudem ist der 20-jährige Tscheche immer wieder für ein Ass zu haben – in dieser Statistik liegt er auf dem siebten Platz.

Mensiks Schwachpunkt ist jedoch sein zweiter Aufschlag, hier liegt seine Erfolgsquote nur bei 43 % – was ihn in der Rangliste lediglich Rang 98 beschert. Das liegt aber primär an seinen schlechten Werten in den ersten beiden Matches des Turniers, in denen der Youngster schwerzu kämpfen hatte.
Im weiteren Verlauf des Turniers verbesserte er diesen Faktor, doch angesichts der außergewöhnlichen Stärke von Zverev beim Return, könnte der gebürtige Hamburger hier eine Schwachstelle ausfindig gemacht haben.
Zverev wohl besser erholt
Was den 1. Aufschlag betrifft, so schlug Menschik in seinem Viertelfinale gegen Joao Fonseca mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 201 km/h auf – während Zverevs Durchschnittsgeschwindigkeit in seinem Spiel gegen Rafael Jodar etwas höher war (207 km/h). Zverev schickte seinen 2. Aufschlag mit 174 km/h in die gegnerische Hälfte, während Mensik bei seinem jüngsten Auftritt nur auf 166 km/h kam.
Trotz des freien Tages dürfte Mensik der müdere Spieler sein. Nicht nur, weil er 6 Stunden weniger Zeit hatte, sich zu erholen – sein Match gegen Fonseca am Dienstag endete erst kurz vor Mitternacht – sondern auch, weil Zverev für seine fünf Matches nur 11 Stunden und 45 Minuten benötigte. Mensik hingegen über vier Stunden an zusätzlicher Spielzeit hinter sich – nämlich 15 Stunden und 47 Minuten.
