Nun hat ein Nike-Insider das Geheimnis gelüftet – und überrascht: Hinter der Farbwahl steckt keineswegs eine reine Marketingstrategie, sondern vor allem ein psychologischer Kniff.
"Was uns unsere Kunden und Athleten immer wieder sagen, ist: Wenn du eine so auffällige und leuchtende Farbe wie Pink trägst, musst du auf dem Platz auch verdammt gut sein", erklärt Odinga Nimako, Produktverantwortlicher bei Nike, im Interview mit The Athletic.
Demnach nutzen die Spieler die Signalfarbe als mentalen Push. Wer in Pink aufläuft, signalisiert Selbstbewusstsein und setzt sich selbst positiv unter Druck. Bei einem Turnier auf absolutem Top-Niveau, bei dem Nuancen über Sieg oder Niederlage entscheiden, soll dieser psychologische Vorteil den Unterschied ausmachen.
Die Kehrseite des bunten Trends
Dass Pink auf dem grünen Rasen exzellent sichtbar ist, schadet dem kommerziellen Erfolg natürlich nicht. Allerdings bringt der kollektive Farbrausch ein unerwartetes Problem für die Hersteller mit sich: Weil fast alle großen Marken gleichzeitig auf Pink setzen, verschwimmen die Logos in der TV-Übertragung. Für die Zuschauer ist kaum noch zu erkennen, ob ein Spieler nun in Nike, Adidas oder Puma glänzt – ein Effekt, der sich am Ende sogar negativ auf die Verkaufszahlen der einzelnen Marken auswirken könnte.
