Nicht bloß Trainer Lionel Scaloni gingen nach der Partie "langsam die Superlative aus", um die Leistung seines Superstars zu würdigen. Mit dem Freistoßtor aus rund 25 Metern (80.), seinem insgesamt 19. WM-Treffer, krönte sich Messi zum ersten Spieler überhaupt, der in sieben WM-Spielen hintereinander traf. Damit überflügelte er die Uralt-Bestmarke des legendären Franzosen Just Fontaine (1958) sowie des Brasilianers Jairzinho (1970), die jeweils in sechs Spielen in Folge getroffen hatten.
Zum Match-Center: Jordanien vs. Argentinien
"Heute hätte er 90 Minuten spielen und seinen Legendenstatus vielleicht weiter ausbauen können, aber er wollte lieber, dass seine Freunde Spielzeit bekommen", sagte Scaloni und schob hinterher, was der Konkurrenz vor der nun anstehenden K.o.-Phase Angst machen dürfte. "Er wollte sich selbst für das schonen, was jetzt ansteht."
Argentinien auf Mission Titelverteidigung
Vier Tage nach seinem 39. Geburtstag erlebte Messi nach Absprache mit Scaloni erstmals seit 20 Jahren ein WM-Spiel zunächst von der Seitenlinie aus - zeigte sich in seinem rund 30-minütigen Kurzeinsatz dann aber unersättlich. Mit nun sechs (!) Toren im aktuellen Turnier könnte es diesmal sogar mit dem Goldenen Schuh klappen - ein Titel, der ihm in seiner imposanten Trophäensammlung noch fehlt. WM-Torschützenkönig war er noch nicht, zuletzt in Katar reichten sieben Tore nur zu Platz zwei hinter Kylian Mbappe (8).

Während für Jordanien die erste WM trotz der königlichen Unterstützung von Abdullah II. bin al-Hussein mit der dritten Niederlage endete, richtet sich der volle Fokus Argentiniens nun auf das Projekt Titelverteidigung. "Wir haben eine sehr gute Gruppenphase gespielt. Wir hätten sie gerne ohne Gegentor abgeschlossen. Aber gut", sagte Torschütze Lo Celso: "Jetzt beginnt das Wichtigste. Ab jetzt müssen wir an das nächste Kapitel und Kap Verde denken. Das wird ein sehr harter Gegner."
Die Aussichten für Messi und Co. sind glänzend. Bei einem Sieg in Miami gegen Kap Verde würden im Achtelfinale Ägypten oder Australien warten. Mögliche Viertelfinal-Gegner sind die Schweiz, Algerien, Kolumbien und Ghana. "Wir stehen weiter zusammen", schrieb Messi in den Sozialen Netzwerken. Seine Mission ist noch lange nicht beendet.

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