Messis Dreierpack beim Auftakt gegen Algerien (3:0) hat den Respekt vor dem achtmaligen Weltfußballer aber nur noch vergrößert. Messi sei "wirklich ein absolutes Phänomen", sagte Rangnick: "Ich möchte ganz bewusst sagen, keine Legende, weil Legenden in der Regel nicht mehr spielen. Man kann da wirklich nur den Hut ziehen und unglaublich staunen, wenn man das gesehen hat, wie er gespielt hat."
Messi hatte die Albiceleste in seinem 200. Länderspiel mit drei Treffern fast im Alleingang zum erfolgreichen Auftakt geführt. Der 38-Jährige zog bei seiner Gala ganz nebenbei mit WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose (beide 16 Treffer) gleich. Österreichs Defensive um Kapitän David Alaba trifft auf ein Phänomen, einen Magier am Ball, auf "etwas Einzigartiges, was wir leider Gottes nie wieder zu sehen bekommen", wie Angreifer Marko Arnautovic im ORF sagte.
Lob für Rangnick aus Argentinien
Mit Hochachtung begegnet die ÖFB-Auswahl Messi und Argentinien. In Angst und Panik verfällt in der Alpenrepublik aber niemand, durch den erfolgreichen Start gegen Jordanien (3:1) ist die Basis für das Weiterkommen bereits gelegt. "Wir wissen, wie stark Argentinien ist, mit Messi oder ohne Messi", sagte Arnautovic: "Aber wir fliegen nicht nach Dallas, um uns schlagen zu lassen oder ein Sparringspartner zu sein." Man wolle dem amtierenden Weltmeister wehtun.
Zum Match-Center: Argentinien vs. Österreich
Wie das gelingen soll, muss "Professor" Rangnick austüfteln. Messi muss aus der Gefahrenzone ferngehalten werden, so gut es eben geht. Glaubt man Mario Kempes, 1978 Weltmeister mit Argentinien, wird Rangnick die Formel zur Lösung des Messi-Problems in seinen eigenen Stärken suchen. Rangnick, ließ der 71-Jährige über Social Media wissen, sei der "Vater des Gegenpressings". Österreich verfüge zudem über "junge Spieler mit viel Klasse. Sie spielen praktisch alle in Topligen. Daher müssen wir aufpassen."
Mindestens eine Umstellung in der Defensive wird Rangnick wohl vornehmen müssen. Der Einsatz von Stefan Posch ist fraglich, der Abwehrspieler von Bundesligist Mainz 05 erlitt im Duell mit Jordanien (3:1) einen Kieferbruch. Womöglich kann Posch aber mit einer Spezialschiene auflaufen.
Rangnicks größte Sorge aber spielt auf der Gegenseite und trägt die Trikotnummer 10. Glaubt man dem verletzten Christoph Baumgartner, gibt es für allzu große Bedenken aber gar keinen Anlass. "Ich glaube", mutmaßte der Leipzig-Profi, "er hat das Pulver schon verschossen. Er hat drei Mal getroffen, gegen uns wird er mal ruhig machen." Ralf Rangnick wird sich darauf nicht verlassen.
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