Woltemade war nach eigenen Angaben für 75 Millionen Euro vom VfB Stuttgart auf die Insel gewechselt. Bei Newcastle kam er nach einer starken Anfangsphase aber öfters nicht auf seiner Wunschposition im Angriff zum Einsatz. "Trotzdem bin ich von manchen Experten weiterhin als Stürmer beurteilt worden. Dann hieß es: Warum schießt Nick so wenig Tore? Warum gibt er nicht mehr Vorlagen? Das waren die falschen Fragen, und ich fand sie nicht ganz fair", sagte Woltemade.
Mit dem sportlichen Verlauf der vergangenen Monate sei er "nicht zufrieden". Er lasse "Dinge, die belastend sein können, aber nicht mehr so nah an mich heran", sagte Woltemade, der den Wechsel nicht bereut hat: "Ich habe viel gelernt in dieser Saison. Ich habe athletisch zugelegt, ich kann das enorme Tempo mitgehen und mich in Zweikämpfen behaupten. Insgesamt war das ein Schritt nach vorn. Ich werde mich dort durchsetzen."
Völler: Woltemade wird "uns helfen"
Jetzt freut er sich erst einmal auf die WM. "Die Mannschaft ist zu meiner Heimat geworden. Da glauben die Leute an mich, da fühle ich mich verstanden", sagte Woltemade. Er sei zwar "einer der Jüngeren, aber alle wissen, was sie an mir haben. Mit meinen Toren habe ich geholfen, dass wir uns für die WM qualifiziert haben. Ich bin ein geschätztes Familienmitglied."
Doch auch im Nationalteam hat Woltemade derzeit einen schweren Stand. Gegen Finnland (4:0) wechselte ihn der Bundestrainer erst in der Schlussphase ein, gegen die USA (2:1) blieb er 90 Minuten auf der Bank. "Er kommt aus keiner guten Phase. Er ist aber ein überragender Fußballer, der uns helfen wird", sagte DFB-Sportdirektor Rudi Völler wenige Tage vom dem Auftakt gegen Curacao.
Zum Match-Center: Deutschland vs. Curacao
