Das Spiel begann für den Irak denkbar unglücklich. Bereits in der 17. Spielminute geriet das Team nach einer Standardsituation in Rückstand. Nach einer Ecke profitierte Venezuelas Mittelfeldspieler Cristian Cásseres (Toulouse) von einem missglückten Abwehrversuch des irakischen Torwarts Jalal Hassan und traf aus kurzer Distanz zum 1:0.
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit folgte der nächste Rückschlag: Ein grober Abwehrfehler lud Venezuela ein, und Jesus Ramírez erhöhte in der 46. Minute mit einem kraftvollen Linksschuss auf 2:0 gegen den zur Pause eingewechselten Keeper Ahmad Basil.
Platzverweis sorgt für Diskussionen
In der Schlussphase kam es noch bitterer für den Irak. Ab der 72. Minute agierte das Team in Unterzahl, nachdem Stürmer Ali Yousif des Feldes verwiesen wurde. Der Schiedsrichter ahndete eine Aktion als Foul am venezolanischen Torhüter – eine Entscheidung, die aufseiten der Iraker für heftige Proteste und Kritik sorgte.
Nach dem Achtungserfolg am 4. Juni, als man dem amtierenden Europameister Spanien ein beachtliches 1:1-Unentschieden abtrotzen konnte, liefert diese Niederlage dem Trainerteam wichtige Erkenntnisse für die anstehenden Aufgaben.
Zum Match-Center: Irak vs. Venezuela
Für den Irak ist es die zweite WM-Teilnahme der Verbandsgeschichte nach der Premiere im Jahr 1986 in Mexiko. Bei der anstehenden Endrunde wartet auf die Mannschaft eine anspruchsvolle Gruppe I. Das erste Turnierspiel bestreitet der Irak am 16. Juni gegen Norwegen, die weiteren Gruppengegner sind der Senegal sowie der Mitfavorit Frankreich.
