Jamal Musiala hatte sich bei der Klub-WM im vergangenen Sommer schwer verletzt und erst im Januar seine Rückkehr auf den Platz beim FC Bayern gefeiert. Zum Start ins WM-Jahr der DFB-Elf im März hatte er nach Rücksprache mit Nagelsmann noch ausgesetzt.
Zuletzt kam er aber besser ins Rollen. Beim spektakulären 4:3-Sieg der Bayern gegen Real Madrid leistete der 23-Jährige den Assist zum wichtigen dritten Treffer des deutschen Rekordmeisters.
Dennoch ist eine Debatte darüber entbrannt, ob Musiala nicht besser auf die Endrunde verzichten sollte – primär aus Rücksicht auf seine persönliche Gesundheit. Der Tempodribbler selbst möchte aber unbedingt an der Fußball-WM teilnehmen.

Nagelsmann hat WM-Kader fast beisammen
Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann möchte ihn beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada dabei haben. Seinen WM-Kader habe er größtenteils im Kopf, betonte der 38-Jährige: "Nicht zu hundert Prozent leider, aber zu großen Teilen."
Nagelsmann unterstrich in der Sendung seinen Titel-Anspruch. "Jedes Team, das bei der WM antritt, sollte Weltmeister werden wollen", sagte er. Für ihn persönlich gehe mit der ersten WM-Teilnahme "ein Kindheitstraum" in Erfüllung.
Der Bundestrainer stand auch prominenten Vertretern aus dem Sport Rede und Antwort. Auf die Frage des ehemaligen Schwimmstars Franziska van Almsick, wie er mit der Erwartungshaltung von "gefühlt 80 Millionen Bundestrainern" umgehe, antwortete er: "Ich mache mir immer bewusst, dass es ein Sport ist und dass es Gott sei Dank nicht um Leben und Tod geht. Dass es Menschen gibt in der Politik, die viel weitreichendere Entscheidungen treffen müssen."
