Bayern-Präsident Hainer sieht Musiala bei der WM: "Einer der absolut Besten"

Jamal Musiala im Dribbling gegen Joel Fujita.
Jamal Musiala im Dribbling gegen Joel Fujita.REUTERS/Fabian Bimmer

Auch Herbert Hainer hat dem lange verletzten Fußball-Nationalspieler Jamal Musiala den Rücken gestärkt und dem früheren Bayern-Vorstandsboss Oliver Kahn widersprochen. Dessen Aussage "verstehe ich überhaupt nicht. Jeder Fußballer will zur WM. Und wenn Jamal fit ist, ist er einer der absolut Besten, den wir in Deutschland haben", sagte der Präsident von Bayern München der Bild-Zeitung.

Kahn hatte im Sky-Talk "Triple" empfohlen, der 23-Jährige solle auf die WM im Sommer mit dem DFB-Team in den USA, Mexiko und Kanada verzichten und stattdessen an seiner Form arbeiten. Sowohl Musiala als auch weitere Bayern-Profis und -verantwortliche wie Sportvorstand Max Eberl konterten die Äußerungen.

"Jede Mannschaft der Welt möchte so einen (wie Musiala, d. Red.) im Team haben. Spiel für Spiel wird er weiter in Form kommen, und wir haben uns alle gefreut, dass er jetzt das historische 101. Tor geschossen hat", betonte Hainer: "Das hatte er sich verdient. Jamal spielt mit so viel Freude. Wenn er fit und gesund bleibt, muss er zu WM."

Musiala nach langer Pause noch mit Problemen

Musiala hatte bei der Klub-WM im vergangenen Sommer eine schwere Verletzung erlitten, das linke Sprunggelenk war ausgerenkt und das Wadenbein gebrochen. Der Offensivspieler wurde operiert und fiel lange aus, erst Mitte Januar gab er in der Liga sein Comeback. Die lange Pause ist ihm nach wie vor anzumerken, wenngleich er beim jüngsten 5:0 auf St. Pauli das 1:0 und somit den 101. Treffer der Bayern in dieser Bundesliga-Saison erzielte.

Davon waren die Bayern bereits ausgegangen. "Wir wussten, die Reintegration wird Zeit benötigen, sowohl physisch, aber auch für den Kopf", hatte Eberl vor dem St.-Pauli-Spiel bei Sky gesagt. Musiala müsse wieder den "Mut" finden, in ein Spiel zu gehen "ohne drüber nachzudenken, zwickts jetzt da unten, kommt vielleicht einer, der mich von hinten tackelt. Das sind alles Prozesse."