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Götze blickt auf Messi-Foto zurück: "Ich hätte ihn nicht fragen sollen"

Aktualisiert
Götze reflektierte über die Momente nach dem WM-Finale 2014
Götze reflektierte über die Momente nach dem WM-Finale 2014ČTK / imago sportfotodienst / Eibner-Pressefoto/Alexander Neis

Vor dem WM-Finale hat Rio-Held Mario Götze auf einen besonderen Moment mit Lionel Messi zurückgeblickt. Nach dem Triumph im Endspiel 2014 hatte er den Argentinier um ein Foto gebeten, in den Katakomben posierte Götze mit der Goldmedaille um den Hals an der Seite seines Idols, dessen Titeltraum er kurz zuvor mit seinem Tor in der Verlängerung beendet hatte.

"Vielleicht war der Zeitpunkt nicht optimal. Ich bin mir da nicht so sicher", gab Mario Götze im Gespräch mit The Athletic zu: "Wahrscheinlich hätte ich ihn nicht fragen sollen, aber es war nun mal so. Ich sagte: 'Okay, er ist mein Idol, er ist so gut, er ist der beste Spieler der Welt.' Ich glaube, er hat es gelassen genommen, aber natürlich war er enttäuscht – sie haben das Spiel verloren."

Am Sonntag (21 Uhr MESZ/Flashscore-Audioreportage, ZDF, MagentaTV & ORF1) kann Messi trotz der Enttäuschung gegen Deutschland gegen Spanien seinen zweiten WM-Titel gewinnen. Dass Messi auch im Alter von 39 Jahren derart überzeugt, sei "Wahnsinn", sagte Götze. Er sei "einzigartig. Wie sich seine Karriere im Laufe der Zeit entwickelt hat, wie er all das geschafft hat, seine Leistungen, die Tore, die er geschossen hat."

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WM-Tor hat "alles verändert"

Wie es den Profis vor einem WM-Finale geht, kann Götze nachvollziehen. Man sei nervös, träume "davon, ein Tor zu schießen, und hat gleichzeitig Angst, den entscheidenden Fehler zu machen", berichtete der 34-Jährige: "Man ist immer hin- und hergerissen."

Götze gab zudem zu, dass der goldene Treffer im Maracana sein Leben "enorm" verändert habe. "Ich war noch sehr jung, und das hat vieles verändert: die Aufmerksamkeit, die Erwartungen, einfach alles", sagte er: "Man hat das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, sich zu verbessern, Titel zu gewinnen, sich optimal weiterzuentwickeln." Er habe gedacht, dass dies der Standard sei. "Aber es war schwierig, in den nächsten zehn Jahren mit diesem Standard mitzuhalten. Ich brauchte Zeit, um zu verstehen, dass es nicht immer so ist."

Götze über Klopp: "Versteht, wie man mit Menschen umgeht"

Jürgen Klopp ist so gut wie Bundestrainer – Ex-Weltmeister Mario Götze kennt den 59-Jährigen noch aus der Zeit vor seinen größten Erfolgen und weiß, was ihn von anderen Trainern unterscheidet. 

"Was er versteht, ist, wie man mit Menschen umgeht. Spieler führen, Erwartungen managen, Menschen als Gruppe zusammenbringen, das hat er auf perfekte Weise verstanden", sagte Götze gegenüber The Athletic.

Klopp könne "sehr deutlich sein bei dem, was er will und fordert. Deshalb war er so erfolgreich", betonte Götze, der von 2010 bis 2013 bei Borussia Dortmund mit Klopp zusammengearbeitet hat. "Er sagte, er müsse Menschen, die sich mögen, zusammenbringen, damit sie 120 Prozent statt 100 Prozent geben können. Genau das hat er getan."