Auf die inneren Werte kommt es an: Alles zum neuen WM-Ball "Trionda"

Der WM-Ball "Trionda" im SoFi Stadium von Inglewood
Der WM-Ball "Trionda" im SoFi Stadium von InglewoodREUTERS/Daniel Cole

Sein Name? Trionda. Sein Preis: Schlappe 150 Euro. Sein Auftrag? Tore, Tore, Tore - und das Spiel gerechter machen. Was im ersten Moment verrückt klingt, soll der offizielle WM-Ball serienmäßig leisten. Durch ein seitlich montiertes Chipsystem soll das VAR-System im Stadion per sekundenschneller Datenlieferung unterstützt und perfektioniert werden. So zumindest die Hoffnung der Funktionäre.

Tatsächlich sind beim neuen WM-Ball, der aus Sialkot in Pakistan, der Welthauptstadt der Fußball-Produktion, stammt, die inneren Werte entscheidend. Denn Hersteller adidas hat bei der integrierten "Connected Ball Technology" im Vergleich zu den Vorgängern ein paar technische Anpassungen vorgenommen. So sitzt der Sensor anno 2026 nicht mehr wie bei seinen Vorgängern im Mittelpunkt des Balles, sondern direkt unter der Außenhaut.

Mittels eines sogenannten IMU-Sensors (Inertial Measurement Unit) wird die Beschleunigung und die Drehbewegungen des Balls mit einer Frequenz von 500 Hertz gemessen. Das heißt nichts anderes, als dass der Sensor 500-mal pro Sekunde präzise Bewegungsdaten in Echtzeit an die Videoschiedsrichter sendet.

Symbole erinnern an Gastgeberländer

In Kombination mit den Tracking-Daten der Kameras im Stadion erkennt das System in Echtzeit, wann der Ball exakt abgespielt wurde. Das wiederum soll den Unparteiischen helfen, um Handspiel- und Abseitsentscheidungen innerhalb von Sekundenbruchteilen und deutlich präziser zu fällen.

Das "Tri" im Namen des Balls, der aus vier Flächen besteht und mit den Farben Blau, Grün und Rot auffalend bunt daherkommt, steht übrigens für die drei Gastgeberländer: Mexiko, Kanada und die USA. "Onda" kommt aus dem Spanischen und kann mit "Welle" übersetzt werden.

Einzigartig ist der Ball aufgrund seiner eingearbeiteten Symbole, die sich auch haptisch auf dem Kunstleder fühlen lassen: Sterne für die USA, Ahornblätter für Kanada, Adler für Mexiko. Sie sollen den Grip beim Schießen und Dribbeln verbessern. "Das ist der meist getestete Fußball der Welt", sagte die Entwicklerin von Adidas, Solene Störmann, dem Standard.

Na, dann kann es ja losgehen.