Als Eigengewächs stand Cole bereits ab seinem siebten Lebensjahr für die Gunners auf dem Platz. Besonders das Zusammenspiel auf der linken Seite mit Thierry Henry und Robert Pirès blieb unvergessen.
"Niemand hat uns das beigebracht, das war reine Intuition. Wenn Thierry nach außen auswich, zog Robert nach innen – und schon stand unser Dreieck. Meine Aufgabe war im Grunde ganz einfach: Ball zu Thierry oder Robert spielen und loslaufen", erinnert sich Cole schmunzelnd.
Dieses enorme Selbstvertrauen war laut Cole auch das Erfolgsgeheimnis der historischen Saison 2003/04, in der Arsenal ohne eine einzige Niederlage Meister wurde: "Wir wussten einfach ganz genau, wie stark wir waren."
Der Wechsel zu Chelsea: Vom Schmerz zur absoluten Gier
Ein Wendepunkt in Coles Karriere war sein spektakulärer und von den Fans heftig kritisierter Wechsel zum Londoner Rivalen Chelsea im Sommer 2006. "Ich habe etwas hinter mir gelassen, das ich von Herzen geliebt habe. Aber damals gingen große Spieler, und ich war ehrlich gesagt egoistisch: Ich wollte weiterhin unbedingt Titel gewinnen", gesteht Cole im Talk mit Čech.
Der gewaltige Druck und die Anfeindungen der Arsenal-Anhänger ließen ihn jedoch keineswegs einbrechen – ganz im Gegenteil: "Als ich zu Chelsea kam, war ich wie ausgewechselt – wie ein Tier. Die Leute hassten mich, mein Privatleben stand kopf, also blieb mir gar nichts anderes übrig, als zu siegen. Es gab keinen Ausweg. Der Gewinn von Trophäen war meine einzige Belohnung für alles, was ich durchmachen musste. Dieser unbedingte Siegeswille hat mich in jedem einzelnen Spiel angetrieben."
Das komplette Video-Interview ist auf YouTube verfügbar. Die ausführliche TV-Version der Dokumentarserie Big Pete läuft zudem auf CANAL+ Sport sowie dem CANAL+ Streamingdienst (unter anderem in Österreich, Frankreich, Polen, Belgien und der Schweiz) und bei SuperSport in Südafrika.
