Für Werders Flügelspieler Weiser war es ein besonderer Abend. Nach 14 Monaten Verletzungspause aufgrund eines im Training erlittenen Kreuzbandrisses feierte er ausgerechnet in Köln sein lang ersehntes Comeback – an dem Ort, an dem er 2012 sein Bundesligadebüt gegeben hatte. "Hier hat alles für mich angefangen, in diesem Stadion. Da ist einfach etwas hochgekommen", sagte Weiser nach der Partie sichtlich bewegt.
Füllkrug, der 2019 selbst einen Kreuzbandriss erlitten hatte, konnte die Gefühle seines Teamkollegen gut nachvollziehen und war "stolz auf ihn und glücklich, dass er wieder da ist".
Balsam für die geschundene Stürmerseele
Der von West Ham United ausgeliehene Mittelstürmer hatte zuvor mit seinem dritten Tor im vierten Spiel seit seiner Rückkehr zu seinem Jugendklub Werder den Endstand besiegelt. "Dann bin ich zur Kurve gelaufen und habe gerufen: 'Wie geht das, dass ich dieses Trikot anziehe und wieder treffe, wie ich will? Es ist Wahnsinn!'", sagte Füllkrug.
Denn zuvor hatte es bei seinen letzten beiden Stationen nicht annähernd so gut funktioniert. In 29 Spielen für West Ham traf er nur drei Mal. Auch während seiner Leihe zur AC Mailand (20 Spiele, ein Tor) blieb der Erfolg aus.
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Zur Freude von Trainer Daniel Thioune scheint er in Bremen nun wieder an vergangene Zeiten im grün-weißen Trikot anknüpfen zu können. "Nach dem Abpraller ist nur ein einziger Spieler zum Ball gegangen, und das war Niclas Füllkrug. Das ist das Stürmernäschen. Für mich ist das kein Zufall, sondern eine Qualität", sagte Thioune über den Treffer seines Angreifers, der 2023 im Werder-Trikot Torschützenkönig der Bundesliga geworden war.
