Zum Hauptinhalt springen

Taktik-Kniff fruchtet: "Mentale Erleichterung" für die Eintracht dank Uzun & Atubolu

Eintracht Frankfurt feiert den Befreiungsschlag nach dem Sieg in Mainz.
Eintracht Frankfurt feiert den Befreiungsschlag nach dem Sieg in Mainz.ČTK / imago sportfotodienst / HMB Media/Claus

Matchwinner Can Uzun war nach seinem Doppelpack "überglücklich", Rückkehrer Jonathan Burkardt verspürte "mentale Erleichterung" - und Trainer Adi Hütter sprach seinem Team auf Selbstfindungsmission ein "Sonderlob" aus. Von Entspannung war beim Österreicher nach dem 3:1 (2:0) beim FSV Mainz 05 aber noch längst nichts zu spüren.

Eher ruhig, fast nachdenklich und vorsichtig äußerte sich Hütter nach dem ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga. Sein Fazit: Er habe ein "starkes Statement von der Mannschaft nach der berechtigten Kritik letzte Woche" und "eine sehr gute Mannschaftsleistung" gesehen. Die Message war aber eindeutig - das war nur der erste Schritt auf einem womöglich mühsamen Weg.

"Mir ist es sehr wichtig, dass die Mannschaft wieder einen engeren Draht zu den Fans hat. Wir haben aber noch viel Arbeit vor uns", sagte Hütter. Dennoch konnte der Coach im großen und Ganzen zufrieden sein. Uzuns erstes Tor (9.) entfachte frühe Euphorie, die anders als in den ersten beiden Spielen nicht abflachte, sondern durch den gehaltenen Foulelfmeter von Neuzugang Noah Atubolu (43.) weiter befeuert wurde. Kurz darauf erhöhte Burkardt in seinem alten "Wohnzimmer" (45.+1) vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp.

Hütters taktische Umstellung fruchtet

"Es fühlt sich super an", sagte der Ex-Mainzer, der schon Uzuns erstes Tor vorgelegt hatte: "Das ist wirklich wichtig und eine mentale Erleichterung. Wenn du zweimal eingeknickt bist an den ersten zwei Spieltagen, dann weißt du natürlich: 'Das darf auf keinen Fall wieder passieren, das müssen wir durchbringen.'" Spätestens mit Uzuns zweitem Tor (60.) war aber frühzeitig klar: Die Startschwierigkeiten in die Saison wird die SGE wenigstens vorerst los.

Großen Anteil daran hatten auch Hütters Umstellungen im Team. Er verzichtete auf die bislang gute Doppelspitze aus Burkardt und Younes Ebnoutalib. Hinter Burkardt sorgten Uzun und Ritsu Doan mit ihrem Spielwitz und Tempo für einigen Betrieb. Und in der Problemzone Abwehr stellte Hütter auf Fünferkette um. Ein Glücksgriff, wie das Ergebnis zeigte.

Zum Match-Center: Mainz 05 vs. Eintracht Frankfurt

Sportvorstand Markus Krösche gab sich nach Abpfiff angesichts der angespannten Lage rund um den Klub weiter zurückhaltend. "Es war wichtig, es war schon ein bisschen Druck auf dem Kessel", sagte er: "Es war ein wichtiger Sieg, aber auch nicht mehr."